Der Russell 2000, ein amerikanischer Aktienindex, der 2.000 kleinere Unternehmen verfolgt, erreichte gestern einen neuen Rekord. Obwohl es sich noch nicht um einen überzeugenden Ausbruch handelt, ist es ein Zeichen dafür, dass Investoren bereit sind, mehr Risiken einzugehen. Und das ist wiederum eine gute Nachricht für Bitcoin (BTC) und insbesondere Altcoins.
Amerikanische Small Caps heben ab
Die amerikanische Zentralbank senkte gestern Abend die Zinsen, was die Märkte sofort aufweckte. Bitcoin machte einen schnellen Sprung nach oben und auch die Aktienindizes färbten sich grün. Der S&P500 und der Nasdaq machten fröhlich mit, aber vor allem der Russell 2000 stand im Rampenlicht.
Dieser Index brach bereits im Oktober knapp seinen Rekord von Ende 2021, doch nun hat er diesen mit mehr Überzeugung durchbrochen. Das ist wichtig, denn Small Caps sind der Ort, an dem man als erstes sieht, ob die Risikobereitschaft wieder zunimmt.
Wenn die Kleinen an der Wall Street das Tempo erhöhen, zeigt das deutlich, dass Investoren wieder Lust auf Risiken haben. Und genau dieses Sentiment schwappt oft auf den Kryptomarkt über. Fühlen sich Anleger bei Wachstumswerten wohl, ist der Schritt zu Bitcoin und Altcoins meist nicht weit.
Überträgt sich das Risk-On auf Bitcoin?
Trotzdem bleibt das Bild für Bitcoin verwirrend. Die Währung hat eine Korrektur von 36 Prozent hinter sich und liegt, trotz einer leichten Erholung, weit von ihrem Höchststand entfernt. Der Rekordstand von Anfang Oktober fällt zudem genau mit den Spitzen früherer Bullenmärkte zusammen.
Viele Investoren und Analysten behaupten daher, dass der Bärenmarkt bereits begonnen hat, der in der Vergangenheit ein Jahr lang fallende Kurse brachte. Doch im vergangenen Jahrzehnt ist Bitcoin nie in einen langanhaltenden Abwärtstrend abgerutscht, als der Russell 2000 gerade neue Höhen erreichte. Im Gegenteil: Jedes Mal folgten etwa 370 bis 400 Tage mit bullischem Momentum.
Doch bevor wir zu früh die Champagnerflaschen öffnen: Die Futures des Russell 2000 stehen heute stark im Minus. Der Ausbruch ist also noch keineswegs bestätigt. Erst wenn der Index überzeugend fortsetzt, können wir über ein Risk-On-Sentiment sprechen, das auf den Kryptomarkt übergreifen könnte.
Ein erstes Signal sehen wir jedoch bereits: Ethereum (ETH) gewinnt gegenüber Bitcoin an Boden. Aber auch die Altcoin hat noch einen langen Weg bis zu ihrem Rekordhoch vor sich.
Bitcoin stagniert – doch BlackRock sieht eine Stimmungswende
Bitcoin beendete den Juli mit einem Plus von 7,5 Prozent, während Chipaktien mehr als eine Billion Dollar an Börsenwert verloren. BlackRock wertet das als gesundes Signal.
Nächster Bitcoin-Miner zieht Konsequenzen: KI-Rechenzentren statt Mining
Keel stellt sein Bitcoin-Mining in den USA ein, verkauft BTC und setzt nach einem deutlichen Umsatzrückgang sowie einem operativen Verlust von 141 Millionen Dollar auf KI.
Krypto-Marktupdate: Bitcoin tritt auf der Stelle, XRP fällt unter 1 Dollar
Bitcoin findet nicht zurück in die Spur, während XRP auf den niedrigsten Stand seit fast zwei Jahren fällt. So steht es aktuell um den Kryptomarkt.
Meistgelesen
Ehemaliger ASML-Forscher bringt China bei entscheidender EUV-Lichtquelle voran
China kommt eigenen EUV-Chipmaschinen dank eines früheren ASML-Wissenschaftlers näher – doch ASML bleibt vorerst vorn.
Kryptomarkt prognostiziert XRP-Kurs für den 31. August
Polymarket-Händler rechnen damit, dass XRP den August unter 1,20 Dollar beendet – trotz positiver Entwicklungen rund um den XRP Ledger.
SWIFT greift Ripples Kernidee auf: Braucht es XRP noch?
SWIFT macht bei Blockchain-Zahlungen einen großen Schritt. Was bedeutet das für Ripple, und wird XRP für internationale Transaktionen noch gebraucht?
