Bitcoin (BTC) hat in der vergangenen Woche Unterstützung von der US-Zentralbank erhalten, doch der Kurs zeigt Schwächen. Trotz einer erneuten Zinssenkung und einer vorsichtigen Lockerung der Geldpolitik ist der Aufschwung bei rund 94.000 Dollar ins Stocken geraten. Der Kurs steht inzwischen deutlich niedriger und es steht erneut eine ereignisreiche und bedeutende Woche bevor.
Rückblick auf die vergangene Woche
Die vergangene Woche stand vor allem im Zeichen des neuen Zinsbeschlusses der US-Zentralbank (Federal Reserve). Am Mittwoch wurde der Zinssatz zum dritten Mal in Folge um 25 Basispunkte (0,25 Prozentpunkte) gesenkt, wie der Markt bereits seit einigen Wochen erwartet hatte.
Zudem wurde bekannt gegeben, dass die Bank mit dem Ankauf kurzfristiger US-Staatsanleihen (40 Milliarden Dollar pro Monat) beginnt, um sicherzustellen, dass ausreichend Geld im Bankensystem bleibt.
Dies entspricht nicht dem Gelddrucken, um die Wirtschaft anzukurbeln (dies geschieht hauptsächlich über langfristige Anleihen und mit wesentlich höheren Beträgen), sorgt aber dennoch für zusätzliches Geld im Finanzsystem. Und das sind gute Nachrichten für Bitcoin und den Rest des Kryptomarktes.
Faktoren, die den Bitcoin-Kurs beeinflussen können
Blicken wir auf den Kalender, gibt es genügend Ereignisse, die den Bitcoin-Kurs erschüttern könnten.
Der Beginn ist am Dienstag, wenn das amerikanische Statistikbüro den Arbeitsmarktbericht für den Monat November veröffentlicht. Besonders das Beschäftigungswachstum und die Arbeitslosenquote sind von großer Bedeutung. Je schlechter die Zahlen, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass im nächsten Monat eine weitere Zinssenkung bevorsteht.
Darauf hofft der Markt, da die Nachfrage nach Krediten bei niedrigeren Zinsen logischerweise steigt. Dann wird mehr Geld verfügbar und davon profitieren risikoreiche Anlagen historisch gesehen.
Am Donnerstag werden neue Inflationszahlen aus den USA über den Verbraucherpreisindex (CPI) veröffentlicht. Der Vorsitzende der Zentralbank, Jerome Powell, machte letzte Woche deutlich, dass die Inflation nach wie vor Anlass zur Sorge gibt. Niedrigere Zahlen könnten diese Sorgen verringern und der Bank mehr Spielraum für Zinssenkungen geben.
Mit Spannung wird die Zinsentscheidung der japanischen Zentralbank in der Nacht von Donnerstag auf Freitag erwartet. Die Bank wird voraussichtlich erstmals seit Januar die Zinsen anheben. Diese sollen dann auf 75 Basispunkte (0,75 Prozent) steigen, was das höchste Niveau seit 30 Jahren ist.
Damit droht ein Ende des sogenannten Yen-Carry-Trades, bei dem Anleger günstig Yen leihen, um anderswo zu investieren. Ein stärkerer Yen ging in der Regel mit Druck auf Bitcoin nach unten einher.
Der Bitcoin-Kurs ist in dieser Woche unter die Marke von 90.000 Dollar gefallen, während Analysten vor einem möglichen neuen Einbruch warnen.
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