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Die US-Regierung scheint nach mehr als vierzig Tagen endlich aus der politischen Krise herauszukommen, doch diese Erleichterung erreicht den Kryptomarkt noch nicht. Während der Senat gestern ein neues Finanzierungspaket verabschiedete, bleibt die Nachfrage nach Spot-Bitcoin (BTC) ETFs auffallend gering. Bröckelt das Vertrauen der Anleger, oder ist das nur die Ruhe vor dem nächsten Aufschwung?
Nach Daten von Newsbit flossen gestern lediglich 1,2 Millionen Dollar in die Spot-Bitcoin-ETFs. Das steht in deutlichem Kontrast zu den ersten Monaten des Jahres 2025, als diese Fonds der Motor hinter dem steigenden Bitcoin-Kurs waren. Bitcoin notiert zum Zeitpunkt des Schreibens bei 105.200 Dollar, ein leichter Rückgang um 1 Prozent in den vergangenen 24 Stunden.

Charles Edwards, Gründer von Capriole Investments, bezeichnet das Ausbleiben des Interesses an den ETFs als ein beunruhigendes Signal. „Obwohl der US-Shutdown seinem Ende entgegenzugehen scheint und S&P sowie Gold kräftig zulegen, verzeichneten die Bitcoin-ETFs keine Nachfrage,“ schrieb er auf X. „Das ist keine Dynamik, die wir anhalten sehen wollen.“
Bitcoin-ETFs sind Investmentfonds, die den Kurs von Bitcoin abbilden, ohne dass Anleger die Kryptowährung selbst besitzen müssen. Sie machen es institutionellen wie privaten Investoren leichter, über reguläre Börsenplattformen in Bitcoin zu investieren.
Die Unterschiede zwischen den Anbietern von Bitcoin-ETFs sind groß. Zahlen von Farside zeigen, dass in diesem Jahr nur BlackRock positive Zuflüsse verzeichnete – in Höhe von 28,1 Milliarden Dollar. Andere Anbieter sahen zusammen hingegen mehr als eine Million Dollar an Abflüssen. Analysten von Standard Chartered weisen darauf hin, dass diese Konzentration der Nachfrage den Markt verwundbar macht, sollten die Zuflüsse bei BlackRock nachlassen.
Nicht alle Marktkenner sehen jedoch Anlass zur Sorge. Analysten von Bitfinex sprechen von einer „Mid-Cycle-Konsolidierungsphase“ statt vom Ende des Bullenmarkts. Ihrer Ansicht nach weist die aktuelle Korrektur große Ähnlichkeiten mit der von Juni 2024 und Februar 2025 auf. Damals pendelte der Bitcoin-Kurs ebenfalls zwischen Erholung und Rückgang, worauf jeweils eine neue Aufwärtsbewegung folgte.
Die Analysten stellen fest, dass rund 72 Prozent des Bitcoin-Angebots noch im Plus lagen, als der Kurs auf 100.000 Dollar zurückfiel. Das deutet ihrer Ansicht nach auf eine gesunde Marktdynamik hin – vorausgesetzt, es kommt wieder frische Nachfrage sowohl von institutionellen als auch von privaten Anlegern.
Vorerst scheint der Kryptomarkt auf den nächsten Schub zu warten, der nach Ansicht vieler Analysten erneut vom ETF-Markt kommen dürfte.
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