Der amerikanische Marktstratege Mike McGlone von Bloomberg Intelligence relativiert seine frühere alarmierende Prognose, dass der Bitcoin-Kurs auf 10.000 Dollar fallen könnte.

Nach heftiger Kritik in sozialen Medien nennt er nun 28.000 Dollar als realistischeres Kursziel, wobei sein Ton weiterhin pessimistisch bleibt.

Bitcoin-Kurs unter Druck durch Rezessionsängste

McGlone warnte diese Woche über Bloomberg, dass fallende Kryptokurse ein Signal für breitere finanzielle Unruhen sein könnten. Seiner Meinung nach ist Bitcoin (BTC) als risikoreiche Anlage besonders anfällig, wenn die US-Aktienmärkte ihren Höhepunkt erreichen und eine Rezession folgt.

Seine Vorhersage, dass der Bitcoin-Kurs auf 10.000 Dollar zurückfallen könnte, löste heftige Reaktionen auf dem Plattform X aus. Kritiker warfen ihm Panikmache und übertriebenen Pessimismus vor.

Nach Kritik unter anderem von Analyst Jason Fernandes und Mati Greenspan von Quantum Economics änderte McGlone teilweise seine Meinung. In einem neuen Beitrag nannte er 28.000 Dollar als realistischer, basierend auf der historischen Preisentwicklung.

‚28.000 Dollar realistischer‘

Jason Fernandes, Mitbegründer von AdLunam, forderte McGlone öffentlich zu einer Debatte auf LinkedIn heraus. Diese Einladung blieb unbeantwortet, aber laut Fernandes ändert die Anpassung auf 28.000 Dollar nichts an seiner Kritik. „28.000 Dollar ist natürlich realistischer als 10.000,“ sagt er, „aber es bleibt ein äußerst pessimistisches Szenario.“

Auch Analyst Mati Greenspan äußerte scharfe Kritik. Er bezeichnete McGlones frühere Vorhersage als „buchstäblichen Unsinn“ und meinte, es sei undenkbar, dass ein Markt mit Billionen an monatlichem Handelsvolumen einfach auf einen Gesamtwert von 200 Milliarden Dollar einbrechen könnte.

Fernandes sieht selbst eher die Chance auf einen Rückgang in Richtung 40.000 bis 50.000 Dollar, es sei denn, der Markt gerät in eine große Liquiditätskrise.

Kursunsicherheit betrifft mehr als nur Prognosen

Für Fernandes geht die Debatte über reine Kursziele hinaus. Er warnt, dass die Untergangsprophezeiungen bekannter Analysten tatsächlich Einfluss darauf haben, wie sich Anleger verhalten. „In einem Markt wie dem Krypto-Markt, wo Emotionen schnell umschlagen können, können solche Aussagen Kapital blitzschnell in Bewegung setzen.“

Das unterstreicht, wie empfindlich das Sentiment ist. Anleger suchen Halt zwischen realistischen Warnungen und übertriebener Angst. Doch wenn Analysten in Negativität verfallen, kann das das Vertrauen in den Markt stark erschüttern.

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