Satoshi Nakamoto, der geheimnisvolle Schöpfer von Bitcoin (BTC), steht nun auf der Bühne der einflussreichsten Börse der Welt. Ein Ort, an dem Kryptowährungen bis vor Kurzem noch als Tabu galten, nun aber eine prominente Rolle eingenommen haben.
Statue des neuen BTC-Unternehmens
Satoshi könnte natürlich nie selbst auf dem Parkett stehen. Niemand kennt die Identität des Genies hinter dem dezentralen Zahlungssystem, und genau dieses Geheimnis ist ein wesentlicher Teil des Charmes von Bitcoin.
Der Gründer ist in der New York Stock Exchange (NYSE), der ältesten Börse der Vereinigten Staaten, als Statue zu finden. Es handelt sich um ein Kunstwerk der Künstlerin Valentina Picozzi. Es ist eine ihrer „verschwundenen“ Satoshis: Skulpturen, die sich langsam aufzulösen scheinen, als könne der Schöpfer von Bitcoin jederzeit wieder in der Versenkung verschwinden.
Die Version in New York ist die sechste von insgesamt 21 Exemplaren, eine Anspielung auf die maximale Menge von 21 Millionen Bitcoins. Frühere Exemplare stehen in der Schweiz, El Salvador, Japan, Vietnam und Miami.
„Sein neues Zuhause bildet einen gemeinsamen Ort zwischen aufstrebenden Systemen und etablierten Institutionen“, schreibt die Börse auf X. „Von Code bis Kultur: Die Platzierung spiegelt künstlerisch wider, wie neue Ideen Teil der gemeinsamen Geschichte werden.“
„Das ist so ein riesiger Erfolg; selbst in unseren wildesten Träumen hätten wir nie gedacht, dass wir die Statue von Satoshi Nakamoto an diesem Ort aufstellen könnten!“, schreibt Picozzi.
Das Kunstwerk wurde von dem Bitcoin-Unternehmen Twenty One Capital installiert, das diese Woche sein Börsendebüt gab. Das Unternehmen von Jack Mallers brachte 43.514 Bitcoins mit, im Wert von über 3,9 Milliarden Dollar, und ist damit der drittgrößte börsennotierte Bitcoin-Besitzer weltweit.
Die Statue zeigt eine Gestalt mit einem Laptop im Schoß, halb sichtbar, halb verdampft. Picozzi möchte, dass es so wirkt, als existiere Satoshi nur noch im Code. „Es ist ein Tribut an alle Entwickler und Programmierer, die für Transparenz und Freiheit kämpfen.“
Bitcoin ist zum Freund von Wall Street geworden
Die Enthüllung fällt auch mit dem Jahrestag der Bitcoin-Mailingliste zusammen, die Satoshi am 10. Dezember 2008 startete. Diese Mailingliste war damals ein kleines Online-Forum für Kryptografen und Programmierer: ein Ort, an dem Ideen über digitale Sicherheit und neue Zahlungstechniken ausgetauscht wurden. Genau dort veröffentlichte Satoshi seine ersten Nachrichten über Bitcoin, wodurch eine Handvoll Neugieriger bei der Entstehung eines völlig neuen Finanzkonzepts zusehen konnte.
Bitcoin wurde von Satoshi als Ausweg aus der alten Finanzwelt konzipiert, in der Vertrauen gegen Mathematik eingetauscht wurde. Doch nun ist es gerade diese alte Welt, die Bitcoin mit offenen Armen empfängt. Die Währung ist auf Wall Street äußerst populär und wird von den größten Akteuren des Finanzsystems in großem Stil angenommen.
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