Morgan Stanley hat kürzlich sein eigenes Bitcoin-Fonds an der Börse eingeführt, aber laut einer Führungskraft der Bank liegt die eigentliche Herausforderung nicht an der Wall Street. Das Problem sieht sie vielmehr in den Köpfen der Anleger.
„Es gibt noch so viel zu tun“
Laut Amy Oldenburg, Leiterin des Bereichs digitale Vermögenswerte bei Morgan Stanley, versucht ihr Team, klar zu kommunizieren, wenn Kunden nach Rendite oder strukturierten Produkten fragen. „Man kann es als Rendite präsentieren, aber der Basiswert ist Bitcoin“, sagte sie während der Bitcoin 2026 in Las Vegas.
Diese Transparenz fehle ihrer Meinung nach noch in den meisten Gesprächen auf dem Markt, und es gebe „noch so viel zu tun“.
Das Verständnisproblem ist laut Oldenburg tief verwurzelt. Viele Investoren verbinden Bitcoin immer noch mit den zwielichtigen Anfangsjahren, als es hauptsächlich von Kriminellen genutzt wurde. Dieses Bild bleibt bestehen und erschwert es den Kunden, Bitcoin objektiv als Investition zu betrachten.
„Wir müssen bei Bitcoin anfangen“, betonte sie während der Podiumsdiskussion. Sie wies auf den Marktwert von etwa 1,5 Billionen Dollar hin und die enorme Distanz zwischen Bitcoin und dem Rest des Kryptomarktes.
Diesen Unterschied zwischen Bitcoin und der breiten Kategorie Krypto machen sowohl private als auch institutionelle Kunden noch zu selten mit Vertrauen, so Oldenburg. Ihrer Ansicht nach muss dieser Unterschied in fundierter Forschung verankert werden und nicht in einzelnen Erzählungen.
Erste US-Bank mit einem BTC-Fonds
Anfang 2024 ist die größte Kryptowährung durch die Einführung zahlreicher Bitcoin-Fonds an den US-Börsen deutlich gereift. Die Produkte haben verschiedene Rekorde gebrochen, und seit kurzem profitiert auch Morgan Stanley von dem großen Interesse an der Wall Street.
Am 9. April wurde Morgan Stanley die erste US-Bank mit einem eigenen Bitcoin-ETF. Dieses MSBT-Fonds sammelte in der ersten Woche mehr als 100 Millionen Dollar ein, aber laut Oldenburg kam all das Geld von Kunden, die ihre Anlagen selbst verwalten. Der Fonds ist nämlich noch nicht auf der Beratungsplattform der Bank verfügbar, auf der Finanzberater Kunden betreuen.
Morgan Stanley empfiehlt Kunden, 2 bis 4 Prozent ihres Portfolios in Krypto zu investieren. Doch selbst mit dieser offiziellen Richtlinie bleibt das Interesse unter Beratern begrenzt. Die Bank führt daher interne Schulungen ein, damit Berater mit Vertrauen über Bitcoin sprechen können.
Auch Zeit ist ein wichtiger Faktor. Bitcoin ist für die meisten traditionellen Berater noch ein relativ neues Thema, und bei großen Banken dauert es einfach seine Zeit, bis sich eine neue Produktkategorie vollständig etabliert hat.
Ob Morgan Stanley selbst Bitcoin in die Bilanz aufnehmen wird, ließ Oldenburg offen. „Das ist etwas, was man vielleicht in Zukunft sehen wird. Es ist nicht ganz ausgeschlossen“, so die Top-Managerin. Für einen globalen Akteur ist das kompliziert, da jedes Land seine eigenen Regeln anwendet.
Über den MSBT-Fonds besitzen sie zwar bereits Bitcoins, doch handelt es sich dabei um Coins, die die Bank für Kunden verwaltet und nicht selbst besitzt. Für einen globalen Akteur ist ein solcher Schritt kompliziert, da jedes Land seine eigenen Regeln hat.
Krypto-Kursupdate: Bitcoin-Kurs nähert sich 65.000 Dollar, Kaufdruck nimmt zu
Bitcoin nähert sich der Marke von 65.000 Dollar. Ein Blick auf den aktuellen Bitcoin-Kurs, die wichtigsten Altcoins sowie die größten Gewinner und Verlierer.
Analyst: Bitcoin-Kurs könnte nach seltenem Ausbruch auf 220.000 Dollar steigen
Analyst Vivek Sen sieht ein abgeschlossenes Cup-and-Handle-Muster mit einem Kursziel von 220.000 Dollar. Was das Muster leisten kann – und was nicht.
Newsbit-Analyst warnt: Diese Marke wird für Bitcoin zum entscheidenden Test
Der Aufwärtstrend von Bitcoin ist gebrochen, meint Newsbit-Analyst Erik Juffermans. Der fallende Kanal verweist auf die Unterstützung im Bereich von 60.000.
Meistgelesen
Kryptoexperte: In 24 Tagen gibt es neue XRP-Millionäre
XRP-Anleger hoffen auf den Durchbruch, weil der US-Senat den Crypto Clarity Act womöglich schon bald auf die Tagesordnung setzt.
Krypto-Anleger prognostizieren XRP-Kurs zum 1. August 2026
Polymarket-Händler sehen für XRP Anfang August eine Wahrscheinlichkeit von 43 Prozent für 1,20 Dollar und von 34 Prozent für einen Kurs unter 1 Dollar.
ChatGPT prognostiziert XRP-Kurs auf dieses Niveau bis Ende 2026
ChatGPT erwartet, dass der XRP-Kurs bis Ende 2026 auf 1,40 US-Dollar steigen kann, warnt aber zugleich vor anhaltendem Verkaufsdruck.
