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Einer der größten börsennotierten Ethereum (ETH)-Inhaber, Sharplink Gaming, überrascht Freund und Feind mit einem Milliardenplan, der den Börsenkurs antreiben soll. Das Timing ist bemerkenswert, gerade jetzt, wo der Kryptomarkt unter Druck steht und Aufsichtsbehörden eingreifen. Was ist der größere Plan hinter diesem Schachzug des Ethereum-Schwergewichts?
Sharplink Gaming hat angekündigt, für sage und schreibe 1,5 Milliarden Dollar an eigenen Aktien zurückzukaufen. Der Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Aktie des Unternehmens unter dem sogenannten Net Asset Value (NAV) handelt. Das bedeutet, dass der Wert seiner ETH-Besitztümer höher liegt als der Marktpreis der Aktie.
„Wir glauben, dass der Markt unser Unternehmen derzeit unterbewertet“, so Co-CEO Joseph Chalom. „Solange das so bleibt, wollen wir keine neuen Aktien ausgeben, sondern gerade bestehende zurückkaufen. So erhöhen wir den Wert pro Aktie und zeigen, dass wir Vertrauen in unsere Langzeitstrategie haben.“
Der Rückkauf begann am Dienstag mit dem Ankauf von 939.000 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 15,98 Dollar. Am Ende des Tages schloss die Aktie etwas höher, bei einem Kurs von 16,67 Dollar. Dennoch steht die Aktie immer noch um mehr als 29 Prozent niedriger als vor einem Monat.
Sharplink verfügt mittlerweile über 837.230 ETH, was einem aktuellen Wert von etwa 3,63 Milliarden Dollar entspricht. Nahezu der gesamte Bestand ist gestaket. Das bedeutet, dass die Münzen im Netzwerk eingesetzt sind, um Transaktionen zu verarbeiten und zu sichern. Im Gegenzug erhält Sharplink passive Einkünfte in Form von neuen ETH.
Gleichzeitig erhöht die Nasdaq, an der Sharplink gelistet ist, den Druck. Die Börse schaut seit kurzem kritisch auf Unternehmen, die neue Aktien ausgeben, um in Krypto zu investieren. Als Reaktion darauf fiel die Aktie letzten Freitag auf ein Tief von 14,47 Dollar.
Nasdaq kündigte neue Regeln an, die verhindern sollen, dass Unternehmen unbegrenzt Kapital für Kryptoinvestitionen aufnehmen. Fortan müssen Unternehmen erst die Zustimmung ihrer Aktionäre einholen, bevor sie neue Aktien ausgeben. Wer diesen Schritt überspringt, riskiert Sanktionen, bis hin zur Aussetzung oder Delisting.
Der Aufstieg von Ethereum als Reserve wächst weiter. Dennoch warnt Sharplink-Chef Joseph Chalom vor Übermut. In einem Interview mit Bankless äußerte er seine Bedenken über sogenanntes „Yield Chasing“: Unternehmen, die ihre ETH einsetzen, um maximale Renditen zu erzielen.
„Staking, wie wir es betreiben, ist relativ sicher. Aber wenn du nach zweistelligen Renditen in der DeFi-Welt suchst, gehst du große Risiken ein“, so Chalom.
Er weist auf Smart Contract-Risiken, Kreditrisiko und die Gefahr hin, dass Unternehmen unverantwortliche Entscheidungen treffen, um frühere Verluste wettzumachen. „Das größte Risiko ist, dass Parteien, die zurückliegen, zusätzliche Risiken eingehen, die nicht klug sind. Das kann die gesamte Branche infizieren.“
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