Der bekannte Milliardär und Hedgefondsmanager Ray Dalio hat erneut Zweifel an der Rolle von Bitcoin (BTC) im Finanzsystem geäußert. In einem aktuellen Podcast sprach er über den Wert der größten Kryptowährung und wie sie sich seiner Meinung nach von etablierten, traditionellen sicheren Häfen unterscheidet.
Ray Dalio: Gold bleibt für ihn der wahre sichere Hafen
Ray Dalio, Gründer des Hedgefonds Bridgewater Associates, zeigt klare Präferenzen. Seiner Meinung nach kann Bitcoin nicht dieselbe Rolle wie Gold erfüllen. In der All-in Podcast sagte er: „Es gibt nur ein Gold.“
Dalio sieht Gold als eine einzigartige Form des Geldes, die seit Jahrtausenden verwendet wird. Er betont, dass es weltweit anerkannt ist und auch von Zentralbanken als Reserve gehalten wird.
„Gold ist nicht einfach ein Edelmetall, auf das spekuliert wird,“ erklärte Dalio. „Es ist das am meisten etablierte Geld.“
Hier sieht er den Unterschied zu Bitcoin. In Zeiten geopolitischer Unsicherheiten kaufen Zentralbanken Gold, um ihre Reserven zu stärken, während sie kaum Bitcoin besitzen. Daher betrachtet er Gold als stabilere Basis für das Finanzsystem.
Die weltweite Nachfrage nach Gold steigt weiterhin stark an und könnte laut Daten des World Gold Council bis 2026 etwa 4.900 Tonnen erreichen. Dies ist auf große Käufe von Zentralbanken (etwa 1.000 Tonnen), starke Zuflüsse in Goldfonds (ungefähr 900 Tonnen) und anhaltende Nachfrage nach Schmuck (rund 1.700 Tonnen) zurückzuführen.
Der Unterschied zwischen beiden ist derzeit deutlich. Gold wird zu einem Preis von etwa 5.167 Dollar pro Unze (circa 31 Gramm) gehandelt. Ende Januar erreichte das Edelmetall einen Rekordpreis von rund 5.600 Dollar.
Der Bitcoin Kurs liegt aktuell bei etwa 68.400 Dollar. Das ist ein Rückgang von 45,7 Prozent gegenüber dem Allzeithoch von über 126.000 Dollar im Oktober.
Zweifel an Bitcoin als sicherer Hafen
Dalio weist auch auf verschiedene Risiken hin, die seiner Meinung nach mit Bitcoin verbunden sind. Daher bezweifelt er, ob die Kryptowährung jemals ein echter sicherer Hafen in Krisenzeiten werden kann. Eine seiner Sorgen ist die Privatsphäre. „Jede Transaktion kann überwacht werden,“ sagte er.
Er nennt zudem mögliche technologische Risiken. So warnt er, dass zukünftige Entwicklungen in Quantencomputern eine Bedrohung für Kryptonetzwerke darstellen könnten.
Auch weist er auf das Verhalten des Bitcoin Kurses auf den Finanzmärkten hin. Laut Dalio bewegt sich der Preis oft im Einklang mit Technologiewerten. Dadurch reagiert die Kryptowährung mehr wie eine risikoreiche Anlage als wie ein sicherer Hafen.
Dennoch sieht Dalio eine Rolle für Bitcoin
Trotz seiner Kritik schließt Dalio Bitcoin nicht vollständig als Investition aus. In früheren Äußerungen gab er an, dass eine kleine Position in Krypto oder Gold helfen könne, Risiken zu streuen. So warnte er letzten Monat, dass die Weltordnung bröckelt und wir uns seiner Meinung nach in einer gefährlichen Phase geopolitischer Spannungen befinden.
Das könnte langfristig positiv für Bitcoin sein, da das Vertrauen in Regierungen und Währungen abnehmen könnte, aber kurzfristig könnte das negative Druck auf Krypto ausüben, da Anleger in sicherere Anlagen wie Gold flüchten.
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