Der Milliardär und Hedgefonds-Manager Ray Dalio ist der Meinung, dass Bitcoin (BTC) im Vergleich zu Gold als sicherer Hafen versagt. Vor allem wegen des Mangels an Privatsphäre. Dies mache die digitale Währung seiner Ansicht nach zu einer weniger attraktiven Reserve-Asset für Zentralbanken. Auch die relativ hohe Korrelation mit Tech-Aktien sieht er als problematisch an.
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Privatsphäreproblem bei Bitcoin
Es ist allgemein bekannt, dass Bitcoin ein öffentliches Netzwerk ist. Theoretisch kann jeder die vollständige Datenbank des Besitzes herunterladen und einsehen. Das bedeutet zwar nicht, dass die Namen der Bitcoin-Besitzer direkt sichtbar sind, dennoch sind Untersuchungen diesbezüglich möglich.
Ray Dalio sieht darin ein Problem, das möglicherweise Zentralbanken davon abhält, die digitale Währung als Reserve-Asset zu übernehmen.
Die Bitcoin-Community reagierte sofort darauf. Michael Saylor, Vorsitzender von Strategy, bezeichnete die Transparenz von Bitcoin als Vorteil.
Er argumentiert, dass dies für Zentralbanken attraktiv sei, da es Klarheit biete. Niemand wisse genau, wie viel Gold im Umlauf sei, während bei Bitcoin jederzeit bekannt ist, wie viele Coins existieren und dass maximal 21 Millionen in Umlauf kommen.
Außerdem erlaubt die technologische Beschaffenheit von Bitcoin, es innerhalb von 10 Minuten weltweit zu versenden. Bei Gold ist das weitaus schwieriger, was einen direkten Vergleich erschwert.
Für beide Argumentationslinien gibt es letztlich Berechtigung.
Bitcoin-Korrelation mit Tech-Aktien problematisch
Neben dem Mangel an Privatsphäre kritisiert Dalio auch die derzeitige Marktbetrachtung der digitalen Währung.
Im Allgemeinen weist der Bitcoin Kurs eine hohe Korrelation mit Tech-Aktien auf. Das bedeutet, dass Bitcoin oft steigt oder fällt, wenn die Aktien von Tech-Unternehmen dies tun.
Seiner Meinung nach fungiert Bitcoin daher nicht als sicherer Hafen, sondern eher als eine Art Tech-Aktie für Anleger. Auch hier hat Dalio einen Punkt, was die Annahme erschwert, dass Bitcoin ein sicherer Hafen ist.
Andererseits könnte man argumentieren, dass Bitcoin erst seit 2009 existiert und es unrealistisch wäre, zu erwarten, dass es bereits mit Gold als sicherer Hafen konkurrieren kann. Gold hat seinen Ruf über Jahrtausende aufgebaut.
Es könnte höchstens gesagt werden, dass Investoren mit dem Kauf von Bitcoin auf eine Zukunft setzen, in der die digitale Währung eine größere Rolle im Finanzsystem spielt. Ähnlich wie sie mit dem Kauf von Tech-Aktien auf die Versprechen der betreffenden Unternehmen setzen.
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