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Milliardär und Starinvestor Jeremy Grantham sieht für Bitcoin (BTC) keine Zukunft. Der Mitgründer des Vermögensverwalters GMO bezeichnet die größte Kryptowährung der Welt als nutzloses Spekulationsobjekt. Seiner Ansicht nach fällt BTC am Ende auf null.

Seine Einschätzung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Nervosität am Kryptomarkt wieder zunimmt. Gerät der Bitcoin-Kurs stärker unter Druck, mehren sich regelmäßig drastische Prognosen über das Ende des Coins.

Jeremy Grantham rechnet mit einem Totalverlust bei Bitcoin

Grantham äußerte sich im Podcast The Diary of a CEO. Einen Tag später bekräftigte er seine Kritik gegenüber CNBC. Der Investor ist vor allem für seine Warnungen vor der Dotcom-Blase und der US-Immobilienkrise bekannt.

Aus Sicht von Grantham erfüllt Bitcoin keinen klaren wirtschaftlichen Zweck. Für ihn ist der Coin vor allem ein Spekulationsinstrument.

„Bitcoin wird mit Sicherheit auf null fallen“, sagte Grantham.

Einen abrupten Absturz auf null erwartet er dennoch nicht. Kryptowährungen verschwänden aus seiner Sicht nicht plötzlich, sondern eher schleichend. Damit meint er, dass sich der Niedergang über lange Zeit hinziehen könnte.

Grantham sagt, er habe selbst nie Bitcoin besessen. Er habe auch nicht vor, den Coin jemals zu kaufen.

Der Milliardär verweist vor allem auf die starken Kursschwankungen. Zudem werde Bitcoin weiterhin zu selten als Zahlungsmittel genutzt. Deshalb eigne sich BTC seiner Ansicht nach nicht als verlässlicher Wertspeicher.

Grantham unterscheidet allerdings zwischen Kryptowährungen und der Blockchain-Technologie. Diese könne aus seiner Sicht künftig durchaus praktischen Nutzen entfalten.

Im Bärenmarkt wird Bitcoin regelmäßig abgeschrieben

Die Prognose, Bitcoin werde auf null fallen, ist nicht neu. In nahezu jeder tiefen Korrektur melden sich Investoren, Ökonomen und Marktkommentatoren zu Wort, die das Ende von BTC ausrufen.

Es gibt sogar eine Website, die zählt, wie oft Bitcoin bereits für tot erklärt wurde. Der Zähler steht inzwischen bei knapp 500 Fällen.

Grafiek van Bitcoin Deaths toont dat Bitcoin sinds 2011 in totaal 475 keer dood is verklaard, terwijl de koers sterk steeg.
Bitcoin-is-dead-Grafik (Quelle: Bitcoindeaths.com)

Solche Aussagen erhalten vor allem dann viel Aufmerksamkeit, wenn die Marktstimmung schlecht ist. Anleger erleiden Verluste, die Angst nimmt zu, und extreme Prognosen fallen schneller auf.

In einem Bullenmarkt zeigt sich häufig das Gegenbild. Dann dominieren sehr hohe Kursziele nach oben. Beide Extreme speisen sich aus derselben Unsicherheit. Niemand weiß mit Sicherheit, wie sich der Markt entwickeln wird.

Der Bitcoin-Kurs gibt häufig den Ton vor

Granthams Warnung ist daher vor allem eine pointierte persönliche Einschätzung. Bitcoin hat seit seiner Entstehung mehrere schwere Bärenmärkte überstanden. Auch Rückgänge von mehr als 70 Prozent hat es bereits gegeben.

Das ist keine Garantie für eine Erholung. Es zeigt aber, dass frühere Prognosen über einen schnellen Untergang von Bitcoin nicht eingetroffen sind.

Granthams Aussage macht vor allem deutlich, wie stark der Ton rund um BTC dem Kurs folgt. Je tiefer der Markt fällt, desto häufiger tauchen absolute Prognosen auf. Mal sind sie düster, mal sogar absurd.

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