Der amerikanische Investor Gary Cardone kritisiert heftig XRP und deutet an, dass die Kryptowährung sich hinter autoritären Mächten einreihen würde. Seine Bemerkungen folgen auf Spekulationen, dass die Europäische Zentralbank das XRP Ledger für den digitalen Euro in Betracht zieht.
Cardone vergleicht XRP mit ‘COVID-19 Teil Zwei’
Gary Cardone, Bruder des Investors Grant Cardone, hat in einem kürzlichen Post auf X scharfe Kritik an der Kryptowährung XRP geübt. Laut ihm ist XRP bereit, “jede Zusammenarbeit einzugehen, um zu überleben”, selbst mit Parteien, die er als “unterdrückend” beschreibt.
Seine Pfeile richtete er insbesondere auf ECB-Präsidentin Christine Lagarde, die er spöttisch “Frau Cringe” nannte. Cardone behauptete, Lagarde wolle Europa zu einem “Gefängniskontinent” machen.
Er ging sogar so weit, XRP mit einer neuen Welle von COVID-19 zu vergleichen. In seinen Worten ist die Münze “COVID-19, Teil zwei der Finanzwelt”. Laut ihm ist die Unterstützung von XRP gleichbedeutend mit der Wahl von “europäischen Kriegstreibern”.
Die harten Worte von Cardone zeigen, wie geteilt die Meinungen innerhalb der Kryptowelt sind. Einige Menschen sehen es als einen klugen Schachzug, dass XRP mit Zentralbanken zusammenarbeitet, während andere finden, dass dies dem ursprünglichen Gedanken der Dezentralisierung in Krypto widerspricht.
XRP-Gemeinschaft wehrt sich
Die XRP-Gemeinschaft stimmt jedenfalls nicht mit dem Tweet von Cardone überein. Robert Doyle, besser bekannt als Crypto Sensei, wies darauf hin, dass es keine offizielle Bestätigung gibt, dass die Europäische Zentralbank XRP-Technologie für den digitalen Euro in Betracht zieht. Laut Doyle führt Ripple (das Unternehmen hinter XRP) jedoch Gespräche über Zentralbank digitale Währungen (CBDCs) mit mehreren Ländern, einschließlich Georgien und Palau.
Laut Doyle hat die ECB zudem noch keine Entscheidung über die verwendete Technologie getroffen. Selbst das Starten eines digitalen Euro hängt noch von der Genehmigung durch das Europäische Parlament ab.
Auch Influencer Moon Lambo kritisierte Cardones Aussagen. Er beschuldigte den Milliardär, sich auf Gerüchte zu stützen oder sogar bewusst Desinformation zu verbreiten. Laut ihm leidet Cardone an “XRP Derangement Syndrome” und verweist auf die offizielle Website der ECB, die zeigt, dass noch keine Entscheidung für eine spezifische Plattform getroffen wurde.
Unsicherheit über XRP’s Rolle beim digitalen Euro
Obwohl es keinen Beweis gibt, dass XRP an der Entwicklung des digitalen Euro beteiligt ist, zeigt die Diskussion, wie umstritten die Zusammenarbeit zwischen Krypto und Regierungen ist. Befürworter betonen die Skalierbarkeit und Transparenz des XRP Ledger, während Gegner befürchten, dass solche Kooperationen auf Kosten der Unabhängigkeit des Kryptosystems gehen.
Krypto-Anwalt Bill Morgan wies dabei auf die Ironie der Kritik hin. Laut ihm ist es bemerkenswert, dass gerade eine offene, öffentliche und erlaubnislose Blockchain wie XRP als Verbündeter autoritärer Regime dargestellt wird.
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