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Die US-Börsenfutures legen am Donnerstag zu, gestützt von starken Zahlen des Speicherchip-Herstellers Micron. Damit bekommt die KI- und Chip-Rally nach dem deutlichen Verkaufsdruck zu Wochenbeginn wieder etwas Luft.
Vor allem die Futures auf den Nasdaq 100 stechen heraus: Sie liegen 1,8 Prozent im Plus. Der Markt verschafft sich damit eine Verschnaufpause – die eigentliche Bewährungsprobe folgt jedoch später am Tag. Dann wird der PCE-Index veröffentlicht, das von der Federal Reserve bevorzugte Inflationsmaß.

Auch in Asien war die Reaktion klar zu sehen. Der südkoreanische Kospi stieg um mehr als 6 Prozent, während der japanische Nikkei rund 4 Prozent gewann.

Das passt zum globalen Charakter der KI-Lieferkette. Wenn Micron zeigt, dass die Nachfrage nach Speicherchips hoch bleibt, profitieren nicht nur die Märkte an der Wall Street. Auch asiatische Chipkonzerne und Zulieferer erhalten Rückenwind.
Allerdings war das Bild nicht überall freundlich. Australien und Hongkong notierten im Minus, während chinesische Aktien zulegten.
Der Markt bleibt damit selektiv. KI und Chips erhalten erneut Unterstützung, doch Anleger bleiben in anderen Marktsegmenten vorsichtig.
In den vergangenen Tagen war vielmehr eine Rotation aus Technologieaktien zu beobachten. Der S&P 500 und der Nasdaq gaben am Mittwoch leicht nach, während der Dow Jones fester schloss.
Einige Marktstrategen werten das nicht als Warnsignal. Wenn Kapital aus den größten Tech-Titeln abfließt und in Industrie, Finanzwerte und kleinere Unternehmen wandert, wird die Marktbreite größer.
Das ist etwas anderes als eine echte Flucht aus Risiko. Bei einer breiten Risk-off-Bewegung stünden nahezu alle Aktien unter Druck. Derzeit wirkt es eher wie Gewinnmitnahmen bei überlaufenen KI-Namen, während andere Sektoren sich besser halten.
Trotzdem dreht sich heute alles um die Inflation. Ökonomen erwarten, dass der PCE-Index im Mai gegenüber April um 0,5 Prozent steigt. Auf Jahressicht dürfte die Teuerung bei 4,1 Prozent liegen – nach 3,8 Prozent im April.
Auch der Kern-PCE ohne Nahrungsmittel und Energie rückt in den Fokus. Hier rechnet der Markt mit einem Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat und 3,4 Prozent im Jahresvergleich.
Das sind keine Werte, die die US-Notenbank unmittelbar beruhigen.
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