Der bekannte Investor Michael Burry hat vor möglichen großen Folgen des starken Rückgangs von Bitcoin (BTC) in den letzten Monaten gewarnt. Seiner Meinung nach könnte das Durchbrechen wichtiger Kursniveaus eine Kettenreaktion auslösen, die sowohl innerhalb als auch außerhalb der Krypto-Sphäre beträchtliche Werte vernichtet.
Starker Kursrückgang belastet den Markt
Bitcoin hat in den vergangenen Monaten erheblich an Wert verloren. Der BTC-Kurs fiel kurzzeitig unter 73.000 Dollar und damit auf das Niveau vor der Wiederwahl von Donald Trump im November 2024 zurück. Seit dem Höchststand im Oktober hat Bitcoin mehr als 40 Prozent an Wert eingebüßt.
Laut Burry zeigt dieser Rückgang, dass Bitcoin vor allem ein spekulativer Vermögenswert ist. Viele Anleger sahen die Währung als Alternative zu Gold und als Schutz vor Inflation, aber Bitcoin reagiert kaum auf Faktoren wie geopolitische Spannungen oder einen schwächeren Dollar.
Michael Burry ist ein US-amerikanischer Investor und Hedgefonds-Manager. Er wurde berühmt, weil er als einer der Ersten die US-Immobilienblase vorausgesehen und vor der Wirtschaftskrise 2008 erfolgreich dagegen gewettet hatte. Seine Geschichte wurde später durch das Buch und den Film „The Big Short” einer breiten Öffentlichkeit bekannt.
Unternehmen mit Bitcoin sind zusätzlich gefährdet
Burry ist besonders besorgt über Unternehmen, die große Mengen Bitcoin halten. Er nennt unter anderem Strategy Inc., ein Unternehmen, das für seine enorme Bitcoin-Position bekannt ist.
Setzt sich der Kursrückgang fort, könnten solche Unternehmen Milliardenverluste erleiden. Laut Burry könnte ein noch stärkerer Rückgang dazu führen, dass einige Firmen in finanzielle Schwierigkeiten geraten oder sogar Insolvenz anmelden müssen, da sie ihre Schulden nicht mehr bedienen können.
Da Bitcoin in den Bilanzen zum aktuellen Marktwert bewertet werden muss, könnten Risikomanager Unternehmen bei weiteren Rückgängen dazu zwingen, ihre Bitcoin zu verkaufen. Dies würde zusätzlichen Verkaufsdruck auf den Markt ausüben und den Rückgang weiter verstärken.
ETF’s erhöhen Bitcoins Anfälligkeit
Auch den Aufstieg von Bitcoin-ETFs sieht Burry als Risiko. Diese Fonds haben Bitcoin zugänglicher gemacht, bewirken jedoch laut ihm auch, dass die Coin stärker mit Aktienmärkten wie dem S&P 500 korreliert.
Da Bitcoin im Vergleich zu diesen Aktienmärkten noch relativ klein ist, kann der Kurs schneller und heftiger schwanken. In Stressphasen kann dies zu schnellen und umfangreichen Verkäufen führen, wodurch Kursrückgänge zusätzlich verstärkt werden.
Er weist zudem darauf hin, dass mehrere Bitcoin-ETFs kürzlich große Mittelabflüsse verzeichneten, was auf ein sinkendes Vertrauen der Anleger hindeutet.
Begrenzte Auswirkungen, aber deutliche Warnungen
Trotz seiner Bedenken glaubt Burry nicht, dass ein fallender Bitcoin-Kurs direkt eine weltweite Finanzkrise auslösen wird. Der Kryptomarkt ist dafür noch zu klein. Er warnt jedoch vor indirekten Folgen, wie etwa Verkaufdruck auf tokenisiertes Gold und Silber, die auch andere Märkte beeinflussen könnten.
Laut Burry ist der aktuelle Rückgang mehr als nur eine normale Korrektur. Sollte Bitcoin weiter fallen, könnten die Auswirkungen weitreichender und schmerzhafter sein, als viele Anleger derzeit erwarten.
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