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Die aktuelle Generation künstlicher Intelligenz fehlt grundlegende Merkmale intelligenten Verhaltens. Das sagt Yann LeCun, Leiter AI-Wissenschaftler bei Meta, laut einem kürzlichen Bericht von Business Insider.
Während des AI Action Summit in Paris erklärte LeCun, dass die meisten AI-Modelle nicht in der Lage sind, die physische Welt zu verstehen, komplexe Aktionen zu planen, zu argumentieren oder über ein nachhaltiges Gedächtnis zu verfügen.
Laut LeCun verfügen selbst relativ einfache Tiere über diese vier Grundelemente intelligenten Verhaltens. AI-Modelle wie Chatbots auf Basis großer Sprachmodelle (LLMs) bleiben weit dahinter zurück. Das Trainieren von Modellen mit diesen Eigenschaften erfordert laut ihm einen völlig anderen Ansatz als die aktuelle Praxis.
LeCun übte starke Kritik an der Arbeitsweise vieler Technologieunternehmen. Sie versuchen laut ihm, bestehende Modelle immer weiter auszubauen, indem sie zusätzliche Funktionen hinzufügen, ohne die zugrundeliegenden Einschränkungen anzugehen. „Es werden jetzt Pflaster geklebt, während das Fundament noch fehlt“, so LeCun.
Meta experimentiert mit neuen Techniken wie retrieval augmented generation (RAG), wobei AI-Modelle externe Wissensquellen nutzen, um ihre Antworten zu verbessern. Zudem hat das Unternehmen früher in diesem Jahr V-JEPA gestartet, ein AI-System, das lernt, indem es fehlende Teile von Videos vorhersagt. Das Modell generiert keinen neuen Inhalt, sondern lernt Abstraktionen der physischen Welt zu erkennen.
Dennoch bevorzugt LeCun sogenannte „world-based models“, die auf realistischen Situationen trainiert werden. Solche Modelle könnten Aktionen vorschlagen und vorhersagen, was danach passiert. Da die echte Welt voller unvorhersehbarer Variablen steckt, ist Training durch Abstraktion laut ihm notwendig. Dies kommt näher an die Art und Weise, wie Menschen denken und lernen.
Gleichzeitig kämpft Meta mit einem Personalabgang innerhalb des eigenen AI-Forschungsteams. Von den vierzehn ursprünglichen Autoren des Llama-Modells, das 2023 vorgestellt wurde, sind nur noch drei beschäftigt. Viele Forscher sind zu Mistral gewechselt, einem französischen AI-Unternehmen, das von ehemaligen Meta-Mitarbeitern gegründet wurde.
Die neueste Version von Metas Modell, Llama 4, wurde lauwarm von Entwicklern aufgenommen. Viele Experten wenden sich mittlerweile Konkurrenten wie GPT-4o von OpenAI, Gemini 2.5 Pro von Google und Claude 4 Sonnet von Anthropic zu, die stärker auf Argumentationsfähigkeit setzen.
Laut The Wall Street Journal hat Meta sogar die Einführung von Llama 4 „Behemoth“ vorläufig verschoben. Die Erwartungen um das Flaggschiffmodell sind damit erneut gedämpft.
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