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Die Meta-Aktie stieg am Mittwoch um gut 6 Prozent nach der Vorstellung von Muse Spark, dem allerersten KI-Modell des extrem teuren Superintelligenz-Teams, das CEO Mark Zuckerberg im vergangenen Jahr ins Leben gerufen hatte.
Muse Spark ist das erste greifbare Ergebnis von Metas großer KI-Investition. Im vergangenen Jahr griff das Unternehmen tief in die Tasche für die Übernahme von Scale AI für 14,3 Milliarden Dollar und bot Ingenieuren Gehaltspakete in Millionenhöhe.
Das Modell wurde innerhalb von neun Monaten unter der Leitung von Alexandr Wang entwickelt, dem 29-jährigen Unternehmer, den Zuckerberg als Leiter der KI-Abteilung engagierte.
„Dieses erste Modell ist klein und schnell entwickelt, aber stark genug, um komplexe Fragen in Wissenschaft, Mathematik und Gesundheit zu beantworten“, schreibt Meta in einem Blogbeitrag. „Es ist ein starkes Fundament und die nächste Generation ist bereits in Entwicklung.“
Der Kurs der META-Aktie stieg von etwa 592 Dollar auf einen Höchststand von über 629 Dollar. Der Tag endete mit einem Plus von 6,50 Prozent und aktuell werden im Pre-Market 612 Dollar gezahlt. Der Nasdaq-100, zu dem Meta gehört, legte gestern um 2,80 Prozent zu.
Muse Spark ist, was Tech-Unternehmen als „multimodal“ bezeichnen: Das Modell kann nicht nur Text, sondern auch Bilder und Sprache verarbeiten. Beispielsweise kann es Kalorien in einer Mahlzeit anhand eines Fotos schätzen oder eine Reise planen, bei der mehrere KI-Agenten gleichzeitig aktiv werden.
Bei medizinischen Benchmarks schneidet das Modell bemerkenswert gut ab. Meta arbeitete mit über tausend Ärzten zusammen, um die Trainingsdaten zu erstellen. Beim HealthBench Benchmark erzielte Muse Spark 42,8 Punkte, während die Konkurrenten GPT 5.4 und Gemini 3.1 Pro bei 40,1 und 20,6 Punkten blieben.
Doch ist es nicht in allen Bereichen Spitzenreiter. Beim Codieren, dem mittlerweile wichtigsten Schauplatz im KI-Wettlauf, erzielt Gemini 3.1 Pro nach wie vor höhere Werte. Auch beim abstrakten Denken ist der Unterschied groß: Gemini erreicht 76,5 Punkte im ARC AGI 2-Benchmark, während Muse Spark auf 42,5 kommt. Meta räumt ein, dass in den Bereichen Codieren und komplexe agentische Aufgaben noch Verbesserungsbedarf besteht.
Auffällig ist, dass Meta das Modell nicht als Open Source veröffentlicht. Das ist ein Bruch mit der bisherigen Linie, denn mit früheren Llama-Modellen erarbeitete sich Meta den Ruf als Verfechter offener KI. Der Quellcode von Muse Spark bleibt vorerst unter Verschluss, auch wenn das Unternehmen sagt, dass Teile in Zukunft eventuell veröffentlicht werden könnten.
Dieser Schritt folgt auf die enttäuschende Aufnahme von Llama 4, das Anfang des Jahres die Erwartungen nicht erfüllte. Mehrere Führungskräfte, die für frühere Modelle verantwortlich waren, haben das Unternehmen inzwischen verlassen.
Zuckerberg dämpfte bereits im Januar die Erwartungen. Das erste Modell würde „den steilen Aufwärtstrend zeigen, auf dem wir uns befinden“, aber noch nicht die Grenzen verschieben, sagte er damals. Intern arbeitet Meta bereits an einem leistungsfähigeren Nachfolger mit dem Codenamen Watermelon.
Mit Investitionen, die in diesem Jahr voraussichtlich 135 Milliarden Dollar betragen werden, fast das Doppelte im Vergleich zum Vorjahr, setzt Meta alles daran, die Konkurrenten Google, OpenAI und Anthropic einzuholen.
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