Matthew Sigel ist der Leiter der Abteilung für digitale Vermögenswerte bei VanEck, und wenn man ihm Glauben schenken darf, kauft seine Firma derzeit Bitcoin. In einem neuen Interview mit CNBC teilt Sigel mit, dass es vier große Verkäufer auf dem Markt gab, die den Bitcoin-Kurs nach unten gedrückt haben.
Vier Parteien verkaufen Bitcoin
„Die deutsche Regierung hat all ihre Bitcoin verkauft, im Wert von 2 Milliarden Dollar. Die US-Regierung verkauft die mit Silk Road verbundenen Bitcoin. Und es gab zwei große Insolvenzen, bei denen die Gläubiger ausgezahlt wurden (Mt. Gox und Genesis).
Da all diese Verkäufe nun hinter uns liegen, handelt es sich um ein typisches saisonales Muster, bei dem Bitcoin ein bis drei Monate nach dem Halving Schwierigkeiten hat. Das Halving fand im April statt. Außerdem muss sich der Markt an mögliche Ergebnisse der US-Wahlen gewöhnen, die uns erneut vier Jahre rücksichtsloser Finanzpolitik bescheren könnten.
Auf Basis der Geschichte entwickelt sich Bitcoin von diesem Zeitpunkt an gut. Deshalb kaufen wir hier auch. Wir glauben, dass sich Bitcoin erholen wird“, so Matthew Sigel.
VanEck ist übrigens einer der Vermögensverwalter, der im Januar einen Spot Bitcoin ETF in den Vereinigten Staaten aufgelegt hat. Sie haben nicht nur einen Bitcoin ETF, sondern seit kurzem auch eine Variante für Ethereum. Außerdem versucht das Unternehmen derzeit, einen Solana ETF auf den Markt zu bringen.
Bitcoin im roten Bereich
Die ermutigenden Worte von Matthew Sigel helfen Bitcoin im Moment noch nicht. Der Bitcoin-Kurs liegt auch heute wieder im roten Bereich und verzeichnet einen Rückgang von 2,30 % in den letzten 24 Stunden. Es scheint vor allem eine Frage des Wartens auf den kommenden Freitag zu sein.
Am Freitag ist nämlich der Vorsitzende der Federal Reserve (der US-amerikanischen Zentralbank), Jerome Powell, an der Reihe, über die Gesundheit der US-Wirtschaft und die zukünftige Zinspolitik seiner Zentralbank zu sprechen.
Obwohl die Wahrscheinlichkeit gering ist, dass er uns einen genauen Zinspfad vorzeichnen wird, wird erwartet, dass er zumindest angibt, dass der US-Zinssatz derzeit zu hoch ist.
Es wird interessant sein zu sehen, wie der Markt auf seine Worte reagiert, denn potenziell könnte er am kommenden Freitag für viel Volatilität sorgen. Der Bitcoin-Markt ist natürlich 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche geöffnet, was ein ziemlich heftiges Wochenende für die digitale Währung bedeuten könnte.
Musk-Konzern SpaceX bewegt Bitcoin: Das steckt dahinter
Zum ersten Mal seit Monaten hat SpaceX Bitcoin transferiert. Die Transaktionen deuten jedoch nicht auf einen Verkauf hin, sondern wirken rein technischer Natur.
Bitcoin Power Law signalisiert seltene Kaufchance: Ist jetzt der Einstieg?
Laut Bitcoin Power Law befindet sich Bitcoin in einer historischen Kaufzone. Das Modell deutet auf Chancen hin, bietet aber keine Garantie für eine Erholung.
Bitcoin: Woran sich der Boden des Bärenmarkts erkennen lässt
Der Bitcoin-Kurs bleibt unter Druck. Die technische Analyse zeigt, welche Marken für einen möglichen neuen Bullmarkt in nächster Zeit entscheidend sind.
Meistgelesen
XRP verschwindet in großem Stil von Binance: Was bedeutet das für den Kurs?
Viele XRP-Halter ziehen ihre Coins von der Kryptobörse Binance in eigene Wallets ab. Kann das dem Kurs neuen Schwung geben?
Analyst: XRP wird bald neue Millionäre hervorbringen
Eine auffällige Prognose zu XRP sorgt in der Community rund um den Coin für heftige Diskussionen.
Kann XRP auf 10.000 bis 50.000 Dollar steigen? ChatGPT erklärt, warum es möglich ist
Südkorea will auch kleine Kryptotransaktionen überwachen. Der Vorschlag soll Geldwäsche verhindern und internationale Vorschriften stärken.
