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Ein scharfer Anstieg des Bitcoin (BTC) Kurses, in Kombination mit einem Rekordzufluss in amerikanische Spot ETFs, nährt die Spekulation, dass die Grenze von $100.000 bald endlich durchbrochen wird. Dennoch warnen einige Analysten, dass die aktuelle Begeisterung möglicherweise verfrüht ist.
Am 22. April flossen mehr als $900 Millionen Kapital in Bitcoin ETFs – der größte Zufluss seit Januar. Wie früher heute im Bitcoin Nachrichten zu lesen war, setzte dies den Kurs deutlich nach oben. Seitdem ist der Bitcoin Kurs auf über $94.000 gestiegen, das höchste Niveau seit dem 3. März.
Dennoch betrachtet Markus Thielen von 10x Research diese Aufwärtsbewegung kritisch. Laut ihm deutet der sogenannte Stablecoin Minting Indikator nicht auf eine breite Marktteilnahme hin.
„Ohne einen klaren Anstieg in der Stablecoin-Ausgabe bleibt es unsicher, ob dieser Anstieg Bestand hat,“ so Thielen in seinem Marktbericht vom 23. April.
Stablecoin-Zuflüsse werden oft als ein Signal gesehen, dass frisches Kapital bereitsteht, um in den Kryptomarkt einzutreten. Thielen betont, dass solche Zuflüsse in der Regel mit nachhaltigen Investitionen zusammenhängen, während schnelle Kursanstiege oft von Hebelhändlern angetrieben werden, die auf kurzfristige Gewinne abzielen.
Obwohl Bitcoin technisch über ein wichtiges Muster ausgebrochen ist – was auf einen möglichen Anstieg in Richtung $99.000 hindeutet – warnt Thielen, dass das Fehlen von zugrundeliegender Stablecoin-Aktivität Zweifel an der Nachhaltigkeit dieses Vormarsches aufwirft.
Andere Analysten, wie Pav Hundal von Swyftx, interpretieren den Zufluss in ETFs gerade als ein Zeichen struktureller und langfristiger Nachfrage. „Dies scheint keine vorübergehende Belebung durch Derivatehandel zu sein, sondern eher ein breiterer und stabilerer Kapitalzufluss,“ so Hundal.
Markus Thielen von 10x Research bleibt jedoch vorsichtig. Er weist auf ein wichtiges Widerstandsniveau um die $95.000 hin. Wenn der Bitcoin Kurs darüber hinausbricht, könnten Shortliquidationen den Anstieg vorübergehend beschleunigen. Dennoch betont er, dass ohne fundamentale Unterstützung – wie einen klaren Anstieg in der Stablecoin-Aktivität – das Risiko einer scharfen Korrektur zunimmt.
Inzwischen bleibt es vor allem die Nachrichtenlage aus den Vereinigten Staaten, die den Markt beeinflusst. Präsident Trump, der in den letzten Tagen auffallend wechselhaft im Ton war, deutete erneut auf eine lockerere Handelspolitik hin.
Solche Signale haben direkte Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Da geopolitische Spannungen etwas nachzulassen scheinen, steigt die Risikobereitschaft unter den Investoren – was sich in einem wachsenden Zustrom von Kapital in Richtung Krypto übersetzt.
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