Der Krieg im Nahen Osten sorgt weiterhin für erhebliche Volatilität auf den Finanzmärkten. Während Bitcoin gestern noch auf 71.000 Dollar stieg, liegt der Kurs nun wieder bei 69.500 Dollar. Dies geschah nach einem Angriff auf drei Schiffe in der Golfregion, woraufhin der Ölpreis erneut auf 100 Dollar sprang.

Krieg noch lange nicht vorbei
Die Spannungen im Nahen Osten stiften erneut Unruhe auf den Finanzmärkten. Hier sind die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:
- Der Preis für Brent-Öl schoss im asiatischen Handel auf etwa 100 Dollar pro Barrel in die Höhe. Gleichzeitig gerieten die asiatischen Aktienmärkte unter Druck, und die Futures in den USA und Europa notierten niedriger.
- In der Golfregion wurden drei weitere Schiffe getroffen, was die Angriffe auf maritime Infrastruktur und das Marktsentiment weiter verschlechterte.
- Auch an Land nehmen die Spannungen zu. Eine italienische Militärbasis in Erbil, im Norden des Irak, wurde durch einen Raketenangriff getroffen.
- Um den Ölmarkt zu stabilisieren, kündigte die Internationale Energieagentur eine Rekordfreigabe von strategischen Ölreserven an. Insgesamt werden etwa 400 Millionen Barrel Rohöl freigegeben.
- Die Vereinigten Staaten gaben zudem bekannt, weitere 172 Millionen Barrel aus ihren eigenen strategischen Reserven auf den Markt zu bringen.
- Derweil setzte Israel seine Angriffe auf Ziele im Iran und Libanon fort. Am frühen Morgen wurde unter anderem ein Gebäude im Zentrum von Beirut getroffen.
Derzeit herrschen vor allem Unklarheit und Unsicherheit. Diese Kombination ist in der Regel sehr schlecht für die Finanzmärkte. Es ist wahrscheinlich, dass wir noch mindestens einige Wochen mit dieser Volatilität leben müssen. Es bleibt zu hoffen, dass schnell eine Lösung gefunden wird, da andernfalls eine langfristige wirtschaftliche Schädigung droht.
Schnelle Lösung entscheidend für Bitcoin
Für Bitcoin ist eine schnelle Lösung des Konflikts von besonderer Bedeutung, da die digitale Währung gerade wieder etwas positives Momentum zeigt.
Das alles wäre jedoch umsonst, wenn es zu einer weltweiten Rezession kommt, da die hohen Ölpreise wirtschaftliche Einbußen verursachen. Dieses Szenario wird mit der Eskalation des Konflikts immer realistischer.
Für Bitcoin ist das besonders schade, da Strategy derzeit in Rekordtempo Coins aufkauft. Der neue STRC-Anteil von Strategy ist ein voller Erfolg. Gestern wurden beispielsweise rund 2.000 Bitcoin über STRC eingekauft.
In den letzten acht Tagen hat diese Bitcoin-Kaufmaschine damit fast 10.000 BTC erworben. Dazu kommen noch die Käufe von Strategy selbst. Auch diese Woche scheint es trotz aller geopolitischen Unruhen Bitcoin im Wert von über 1 Milliarde Dollar zu kaufen.
Wären die Marktbedingungen derzeit günstiger, stünde der Bitcoin-Kurs heute wahrscheinlich deutlich höher. Die Realität ist jedoch, dass ein bedeutender Krieg tobt und Bitcoin daher aktuell unter Druck steht.
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