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Der Bitcoin-Miner MARA Holdings hat 2025 über 4,3 Millionen Dollar für den persönlichen Schutz von CEO Fred Thiel ausgegeben. Dies geht aus Dokumenten hervor, die das Unternehmen bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC eingereicht hat. Die hohen Ausgaben folgen auf einen starken Anstieg physischer Angriffe auf Kryptobesitzer und Führungskräfte in der Kryptobranche.

Laut dem eingereichten DEF 14A-Dokument investierte MARA unter anderem in Leibwächter, Haussicherheit und gepanzerte Fahrzeuge für Spitzenmanager. Allein die Panzerung eines Fahrzeugs für Thiel kostete das Unternehmen über 430.000 Dollar. Zusätzlich wurden fast 59.000 Dollar für zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen rund um sein Zuhause aufgewendet.

Sicherheitskosten für CEO deutlich höher als 2024

Die Sicherheitsausgaben für Fred Thiel sind innerhalb eines Jahres drastisch gestiegen. 2024 meldete MARA noch etwa 191.000 Dollar an Sicherheitskosten für den CEO. 2025 stieg dieser Betrag auf über 4,3 Millionen Dollar.

Auch Finanzchef Salman Khan erhielt umfassenden persönlichen Schutz. Für seine Sicherheit gab MARA etwa 3,9 Millionen Dollar aus, darunter mehr als 438.000 Dollar für die Panzerung eines Fahrzeugs.

MARA gehört mit einem Marktwert von über 5 Milliarden Dollar zu den größten Bitcoin-Miningunternehmen der Welt. Die Zahlen zeigen, dass physische Sicherheit für Kryptounternehmen immer wichtiger wird.

Weltweiter Anstieg von ‚Wrench Attacks‘

Die erheblichen Investitionen stehen im Zusammenhang mit einer zunehmenden Anzahl sogenannter ‚Wrench Attacks‘. Bei diesem Angriffstyp verwenden Kriminelle Gewalt, Drohungen oder Entführungen, um Opfer zur Herausgabe von Zugangsdaten zu Krypto-Wallets, Passwörtern oder privaten Schlüsseln zu zwingen.

Im Gegensatz zu traditionellen Hacks richten sich diese Angriffe nicht gegen Computersysteme, sondern direkt gegen Personen. Vor allem bekannte Kryptoinvestoren und Führungskräfte sind aufgrund ihres öffentlichen Profils und des hohen Werts digitaler Vermögenswerte Zielscheiben.

Das Cybersicherheitsunternehmen CertiK registrierte 2025 weltweit 72 bestätigte Fälle von physischem Zwang innerhalb der Kryptobranche. Das bedeutet einen Anstieg von 75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Frankreich stark von krypto-bezogenem Gewalt betroffen

Frankreich verzeichnete 2025 die höchste Anzahl bestätigter ‚Wrench Attacks‘ mit neunzehn Vorfällen. Die französische Regierung hat inzwischen angekündigt, zusätzliche präventive Maßnahmen gegen diese Form der Kriminalität zu ergreifen.

Laut lokalen Medien wurden bis Ende April mindestens 88 Personen wegen Beteiligung an Angriffen auf Kryptobesitzer in Frankreich angeklagt. Darunter befinden sich auch Minderjährige.

Außerdem wurde Anfang des Jahres ein Mitarbeiter von Binance Frankreich Opfer eines bewaffneten Wohnungseinbruchs. Die französische Polizei konnte kurz nach dem Vorfall drei Verdächtige festnehmen.

Physische Sicherheit wird für Kryptounternehmen immer wichtiger

Die Entwicklungen zeigen, dass sich die Bedrohung in der Kryptobranche verändert. Während sich Unternehmen jahrelang vor allem auf digitale Sicherheit und Cyberangriffe konzentrierten, wächst nun auch die Aufmerksamkeit für die physische Sicherheit von Führungskräften und Investoren.

Für große Kryptounternehmen wie MARA scheinen Millioneninvestitionen in persönliche Sicherheit inzwischen keine Ausnahme mehr, sondern eine notwendige Maßnahme zu sein.

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