Illegales Mining von Bitcoin (BTC) ist in Malaysia ein gewaltiges Problem. Die Behörden berichten, dass Stromdiebstahl durch Mining-Unternehmen den staatlichen Energieversorger Tenaga Nasional (TNB) inzwischen über 1,1 Milliarden Dollar gekostet hat.
Die malaysische Regierung verschärft daher den Kampf gegen illegales Bitcoin-Mining. Sie setzt unter anderem Drohnen, mobile Überwachungsteams und ressortübergreifende Taskforces ein.
Illegales Bitcoin-Mining eskaliert
In den vergangenen fünf Jahren wurden Schätzungen zufolge 14.000 illegale Mining-Standorte entdeckt. Die Miner agieren häufig aus leerstehenden Ladenlokalen oder verlassenen Häusern heraus und nutzen Hitzeschilde, Überwachungskameras und sogar Naturgeräusche, um ihre Aktivitäten zu verschleiern. Allein im Jahr 2025 registrierte die Regierung 3.000 neue Fälle von Stromdiebstahl, die mit Crypto-Mining in Verbindung stehen.
Die Aktivitäten werden inzwischen immer ausgefeilter aufgespürt. Drohnen suchen aus der Luft nach Wärmequellen, und Einsatzkräfte verwenden tragbare Scanner, um auffällige Stromverbräuche zu identifizieren. In manchen Fällen kommen Hinweise auch von Anwohnern, die ungewöhnliche Geräusche bemerken.
Regierung prüft Verbot von Mining-Aktivitäten
Am 19. November setzte die Regierung ein Sonderkomitee ein, dem Vertreter des Finanzministeriums, von Bank Negara Malaysia und TNB angehören. Ziel ist ein koordiniertes Vorgehen gegen illegale Mining-Aktivitäten. Laut Vize-Minister Akmal Nasrullah Mohd Nasir geht das Problem inzwischen weit über den bloßen Stromdiebstahl hinaus:
„Man kann dabei sogar unsere Infrastruktur beschädigen. Das wird zu einer Bedrohung für unser System.“
Obwohl Bitcoin-Mining in Malaysia legal ist, sofern Steuern gezahlt und Strom über offizielle Kanäle bezogen wird, scheint dies selten der Fall zu sein. Der Vize-Minister erklärt, dass das Ausmaß und der Organisationsgrad der illegalen Operationen auf die Beteiligung krimineller Gruppen hindeuten. „Dahinter steckt wirklich eine modus operandi“, so Akmal. Bei der ersten Sitzung des Komitees stand sogar ein mögliches Verbot sämtlicher Mining-Aktivitäten im Land zur Debatte.
Nach Daten des Cambridge Centre for Alternative Finance verbraucht der globale Bitcoin-Mining-Sektor inzwischen mehr Strom als Länder wie Südafrika oder Thailand. Malaysia war 2022 für 2,5 Prozent der weltweiten Bitcoin-Rechenleistung verantwortlich, aktuelle Zahlen liegen jedoch nicht vor.
Krypto-Marktupdate: Bitcoin überrascht mit Kursanstieg – wichtige Bewährungsprobe steht bevor
Die Börsen erleben heute einen schwachen Handelstag, doch Bitcoin legt überraschend zu. Nun steht eine entscheidende Bewährungsprobe an.
Paraguay erzielt trotz Abzug der Hälfte der Miner Rekordeinnahmen mit Bitcoin-Mining
Der staatliche Energieversorger ANDE rechnet in diesem Jahr mit Einnahmen von rund 350 Millionen Dollar aus dem Verkauf von Strom an Bitcoin-Miner.
Grayscale: Bitcoin-Verkäufe von Strategy stärken das Vertrauen
Michael Saylor bricht mit seiner Regel, niemals Bitcoin zu verkaufen. Grayscale zufolge kommt genau das dem Coin zugute.
Meistgelesen
XRP verschwindet in großem Stil von Binance: Was bedeutet das für den Kurs?
Viele XRP-Halter ziehen ihre Coins von der Kryptobörse Binance in eigene Wallets ab. Kann das dem Kurs neuen Schwung geben?
Warum der November 2026 für Ripple und XRP bedeutend sein könnte
Eine neue SWIFT-Aktualisierung im November 2026 und ein Konzept eines ehemaligen SWIFT-Veteranen nähren die Spekulationen über eine Rolle von XRP.
Kann XRP auf 10.000 bis 50.000 Dollar steigen? ChatGPT erklärt, warum es möglich ist
Südkorea will auch kleine Kryptotransaktionen überwachen. Der Vorschlag soll Geldwäsche verhindern und internationale Vorschriften stärken.
