Der US-Dollar verliert seine globale Vormachtstellung, und Chinas jüngste Entscheidung, die Ausfuhr seltener Erden zu beschränken, könnte diesen Trend weiter beschleunigen. Das sagt der bekannte Makroanalyst Luke Gromen, der betont, dass diese Entwicklung sehr positiv für Bitcoin und Gold ausfallen könnte.
Bedrohung für das Fundament des US-Dollars
Nach Gromen stellen die Exportkontrollen eine direkte Bedrohung für das Fundament des US-Dollars dar. „Die militärische Macht der USA stützt den Wert des Dollars“, sagt er. „Indem China den Zugang zu entscheidenden Rohstoffen für den Verteidigungsapparat beschränkt, trifft es genau dieses Fundament.“
Die Beschränkungen zielen auf den Verkauf seltener Erden an den amerikanischen militärisch-industriellen Komplex. Diese Metalle, die für die Produktion von Elektronik, Batterien und Waffensystemen unverzichtbar sind, werden zu mehr als 90 Prozent in China produziert.
Chinas Machtposition wächst
„China hat weit mehr Einfluss, als westliche Kommentatoren zugeben wollen“, so Gromen. „Wenn man versucht, die monetären Spielregeln zu ändern, schickt die USA traditionell das Militär, um für Ordnung zu sorgen. Das sahen wir im Irak und in Libyen.“
Die Maßnahmen aus Beijing kamen kurz bevor Präsident Donald Trump ankündigte, dass die USA neue Einfuhrzölle von 100 Prozent auf chinesische Produkte erheben würden. Das gegenseitige Ringen zeigt laut Gromen die Machtverschiebung im weltweiten monetären System.
„Die Hegemonie des Dollars ist vorbei“, stellt er fest. „China setzt seine Rohstoffmacht nun als geopolitische Waffe ein – das wird den Übergang zu alternativen Vermögenswerten nur beschleunigen.“
Bitcoin als Alternative zu Fiatgeld
Gromen sieht in Bitcoin und Gold die logischen Nachfolger des bestehenden Geldsystems. „Der einzige Weg, die Probleme der Geldentwertung zu lösen, ist die Rückkehr zu harten Vermögenswerten“, sagt er. „Bitcoin und Gold sind die Rettungsanker dieser Zeit.“
Seiner Ansicht nach werden die Preise dieser Vermögenswerte weiter steigen, solange die US-Regierung Geld druckt und Schulden anhäuft. Er nennt Bitcoin ein „Hard-Money-Asset“ – eine Form von digitalem Gold, mit der Menschen ihre Kaufkraft schützen können.
Gromen steht den Versuchen Washingtons kritisch gegenüber, die Dollar-Hegemonie über Stablecoins zu bewahren. „Stablecoins sind nur eine Übergangslösung“, warnt er. „Sie lösen das Kernproblem nicht: die fortwährende Schwächung der Währung.“
Dollar steuert auf das schlechteste Jahr seit 1973 zu
Die Schwäche der US-Währung wird durch Marktdaten untermauert. Laut Analysten von The Kobeissi Letter steuert der Dollar (gemessen am Dollar Currency Index, DXY) auf sein schlechtestes Jahr seit über fünf Jahrzehnten zu.
„Der Dollar ist in diesem Jahr bereits um mehr als zehn Prozent gefallen“, schrieben die Analysten. „Seit 2000 hat die Währung 40 Prozent ihrer Kaufkraft verloren.“
Diese anhaltende Schwächung treibt Anleger in harte Vermögenswerte. „Je weiter das Geld ausgehöhlt wird, desto stärker steigen alle Realwerte im Preis“, so The Kobeissi Letter. „Das gilt für Gold, Rohstoffe und zunehmend auch für Bitcoin.“
Weltordnung in Bewegung
Gromen sieht Chinas Exportkontrollen als Teil einer breiteren Strategie, das globale Geldsystem neu zu ordnen. „Wir bewegen uns auf eine multipolare Finanzarchitektur zu“, sagt er. „Die USA verlieren Einfluss, während Länder wie China, Russland und Saudi-Arabien ihre wirtschaftlichen Bande stärken – oft am Dollar vorbei.“
Für Anleger bedeutet das, dass die Rolle von Bitcoin weiter wachsen wird. „Wer seine Kaufkraft in Zeiten von Währungskriegen erhalten will, hat keine Wahl“, resümiert Gromen. „Die Zukunft gehört harten Vermögenswerten – und Bitcoin steht dabei im Zentrum.“
Vorläufig befindet sich der Bitcoin Kurs jedoch in einer Phase der Unsicherheit, nachdem insbesondere die vergangene Woche für die Digitalwährung schwierig war.
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