Die Stimmung auf dem Kryptomarkt hat sich erstmals seit Wochen aus der Zone der „extremen Angst“ erhoben. Dies geschieht, obwohl der Bitcoin-Kurs weiterhin unter der Marke von 90.000 Dollar notiert, was auf eine vorsichtige Erholung hindeutet, jedoch fehlt noch die echte Überzeugung und Richtung.

Von extremer Angst zu Angst
Der viel beachtete Crypto Fear & Greed Index erreichte am Freitag einen Wert von 29. Damit verließ der Indikator die Kategorie „extreme Angst“ und erreichte das höchste Niveau seit dem 12. Dezember. Trotz dieser Verbesserung bleibt die Stimmung überwiegend defensiv.
Bitcoin handelt um die 89.000 Dollar. Der Preis bleibt damit in derselben Bandbreite gefangen, die seit Wochen gehalten wird.
Angstphase möglicherweise chancenreich, aber Markt bleibt geteilt
Eine lang anhaltende Phase der Angst wird von einigen Investoren als Chance gesehen. Sie könnte ein gutes Verhältnis zwischen Risiko und Ertrag bieten. Der Krypto-Unternehmer Brian Rose bemerkte Ende Dezember, dass die Stimmung mittlerweile seit acht Wochen in der Angstphase steckt, länger als während des Crashs im April 2025 nach der Ankündigung neuer US-Importzölle.
Historisch gesehen sind dies Phasen, in denen das Abwärtsrisiko abnimmt und die Grundlage für eine Erholung gelegt wird. Gleichzeitig ist Angst kein Timing-Instrument. Die aktuelle Bewegung deutet vor allem darauf hin, dass der Verkaufsdruck nachlässt, nicht dass die Kaufkraft massenhaft zurückkehrt. Für die Rückkehr der Kaufkraft ist oft auch ein Katalysator nötig.
Gemischte Gefühle in Richtung 2026
Laut dem Analyseplattform Santiment ist die Stimmung in Richtung 2026 klar geteilt. Einige Marktteilnehmer verarbeiten noch Verluste, während andere Vertrauen daraus ziehen, dass weitere Rückgänge ausbleiben und die Widerstandsfähigkeit des Marktes zeigen.
Die Aktivität rund um Veranstaltungen, Giveaways und Community-Initiativen nimmt zu, was auf ein erneutes Engagement hindeutet. Dennoch bleibt der zugrunde liegende Tonfall vorsichtig: Der Optimismus ist fragil und stark abhängig von makroökonomischen Entwicklungen und Liquidität.
Weitere Indikatoren bleiben risk-off
Andere Marktdaten bestätigen, dass Anleger noch keine Risiken eingehen. Der Altcoin Season Index von CoinMarketCap steht bei 23 von 100, was auf ein klares „Bitcoin Season“ hinweist. Das bedeutet, dass Kapital hauptsächlich in Bitcoin konzentriert bleibt und nicht in Altcoins fließt.

Innerhalb der Top 100 Münzen waren die Bewegungen gemischt. Einige Tokens zeigten starke Anstiege, während andere weiter abrutschten. Das unterstreicht das derzeitige Bild: selektiver Optimismus in einem Markt, der noch immer zögert. Heute Morgen konnte man lesen, dass Memecoins heute die Bühne erobern.
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