Trotz der Turbulenzen auf den traditionellen Märkten, verursacht durch die unvorhersehbare Zollpolitik von Präsident Trump, bleiben die Kryptowährungsmärkte bemerkenswert ruhig. Während Investoren massenhaft aus Aktien und Anleihen flüchteten, hielten Bitcoin (BTC) und Co. bemerkenswert gut stand.
Krypto zeigt sich immun gegenüber Zollpanik
Nach Greg Cipolaro von der New York Digital Investment Group (NYDIG) sind die Krypto-Futures sogar „anhaltend positiv“ geblieben. Während an der Wall Street Panik ausbrach nach Trumps plötzlicher Zollankündigung am 2. April, blieb die Auswirkung auf Krypto relativ begrenzt. Liquidationen stiegen kurzzeitig am 6. und 7. April auf etwa 480 Millionen Dollar, aber diese Zahl blieb weit unter früheren Spitzenwerten.

Der Preis von Tether (USDT), der bekanntesten Dollar-basierten Stablecoin, fiel kurzzeitig unter 1 Dollar, jedoch ohne nennenswerte Instabilität. Laut Cipolaro deutet dies auf einen Markt hin, der sich gut an externe Schocks anpasst.
Die Unruhe entstand, nachdem Trump breite Einfuhrzölle für praktisch jedes Land ankündigte. Nicht einmal eine Woche später nahm er diese Entscheidung teilweise zurück, indem er eine vorübergehende Pause von 90 Tagen einlegte. Nur China bleibt weiterhin mit Zöllen bis zu 145 Prozent konfrontiert.
Die Volatilität auf den traditionellen Märkten nahm sofort zu. Sowohl Aktien als auch Währungen und Anleihen erlitten Einbußen. Die Kryptomärkte kümmerten sich wenig um die Unruhe und blieben bemerkenswert stabil.
Bitcoin als Zufluchtsort?
Bitcoin erlitt natürlich auch einen Schlag, erholte sich jedoch schneller als viele andere risikobehaftete Anlagen. Mit einem aktuellen Preis von über 84.000 Dollar liegt Bitcoin etwa 22 Prozent unter dem Höhepunkt im Januar, aber der Kursverlauf ist in den letzten Tagen flach geblieben.
Nach Cipolaro könnte die relative Stabilität von Bitcoin auf eine strukturelle Veränderung hinweisen. „Investoren suchen möglicherweise nach Wertspeicherung außerhalb der Reichweite nationaler Regierungen,“ so der Analyst.
Bemerkenswert ist, dass die Volatilität von Bitcoin heutzutage näher an der von klassischen Märkten liegt. Das macht es für institutionelle Investoren mit sogenannten ‚Risk Parity‘-Portfolios immer attraktiver.
Nach Cipolaro könnte der Zustrom dieser Fonds sogar zu einer weiter abnehmenden Volatilität beitragen. Diese Entwicklung könnte Bitcoin von einer spekulativen Anlage zu einem vollwertigen Bestandteil diversifizierter Portfolios werden lassen.
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