Der Kryptomarkt erlebte gestern einen guten Tag, während an der US-Börse davon wenig zu spüren war. Die Fonds für Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) verzeichneten jedoch erhebliche Kapitalabflüsse und setzten damit ihre schwache Performance der letzten Zeit fort.
BTC- und ETH-Fonds verzeichnen Kapitalabflüsse
Die Bitcoin Spot Exchange-Traded Funds (ETFs), börsennotierte Fonds, die Bitcoin kaufen und damit dem Kurs folgen, verzeichneten den größten Verlust mit einem Nettoabfluss von 147,4 Millionen Dollar.
Am Montag schrieben die Fonds einen kleinen Gewinn von 6,8 Millionen Dollar, aber in den fünf vorhergehenden Handelstagen endeten alle mit Verlusten. Insgesamt sind mehr als 1,7 Milliarden Dollar verdampft.
Die Ethereum-Fonds verloren gestern 63,6 Millionen Dollar. Am Montag schnitten sie noch deutlich besser ab als ihre Bitcoin-Pendants mit einem Plus von 117 Millionen Dollar. In den vier Tagen davor verloren sie mehr als 600 Millionen Dollar.
BlackRock war gestern der größte Verlierer. Der weltweit größte Vermögensverwalter sah 102,8 Millionen Dollar aus seinem Bitcoin-Fonds und 59 Millionen Dollar aus seinem Ethereum-Fonds abfließen.
Die Fonds von Ripple (XRP) und Solana (SOL) schlossen den Tag jedoch im Plus. Laut Daten von SoSoValue sammelten sie jeweils 9,16 Millionen und 1,87 Millionen Dollar ein.
Kryptokurse steigen durch schwächeren Dollar
Gleichzeitig machten die Kurse der beiden größten Kryptowährungen, ebenso wie die der meisten anderen Coins, gestern einen deutlichen Sprung.
Bitcoin schloss den Tag mit einem Plus von 1,02 Prozent und Ethereum stieg sogar um 3,28 Prozent.
Tagsüber schwankten die Kurse noch, doch letztlich gab Donald Trump den Ausschlag.
Der ehemalige US-Präsident bemerkte, dass „der Wert des Dollars großartig ist“ – trotz eines Rückgangs von über 10 Prozent im Jahr 2025, dem schlechtesten Jahr seit 2017. Der Kurs fiel um 1 Prozent auf den niedrigsten Stand seit fast vier Jahren.
Genau das ist es, was Trump anstrebt. Mit einem schwächeren Dollar lassen sich Zinssenkungen leichter verteidigen (da sie die Wirtschaft ankurbeln, ohne dass die Währung sofort zu stark wird). Zudem fördert es das Wirtschaftswachstum, weil US-Produkte einfach günstiger für das Ausland werden.
Das sind auch die Gründe, warum Investoren positiv reagieren. Der S&P 500 erreichte sogar ein neues Rekordhoch, und auch Edelmetalle entwickeln sich erneut sehr positiv.
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