Der Bitcoin-Kurs befindet sich in einer besonders schwierigen Phase. Gestern schöpften die Bullen kurzzeitig Hoffnung, als der Kurs auf 90.000 Dollar sprang. Dabei wurden Short-Positionen im Wert von 120 Millionen Dollar liquidiert. Doch die Investoren konnten nicht lange davon profitieren, denn inzwischen handelt Bitcoin wieder 3.000 Dollar niedriger.

Der Markt ist auch für Bitcoin anfällig
Derzeit ist der Markt unübersehbar anfällig. Das Vertrauen ist brüchig, während professionelle Investoren stark in Aktien investiert sind.
In der nachstehenden Grafik sehen wir, dass professionelle Investoren (blau) nahezu 100 Prozent ihrer Mittel allokiert haben. Das bedeutet, dass es historisch gesehen wenige Momente gab, in denen sie stärker in den Aktienmarkt investiert waren.
Man könnte meinen, dies sei ein positives Signal für Aktien und Bitcoin, da die Anleger offenbar sehr optimistisch sind. Andererseits macht es den Markt anfällig, da wenig zusätzliches Kapital für neue Investitionen verfügbar ist.
Es ist wichtig zu wissen, dass diese Profis miteinander konkurrieren. Oft erreicht die Investitionsquote von 100 Prozent, wenn die Angst besteht, geringere Renditen als die Konkurrenz zu erzielen.
Bestimmte Fondsmanager hängen zurück und springen aus Angst vor noch größeren relativen Verlusten ebenfalls auf den Zug auf. Ein kleiner Gegenwind kann dann Probleme verursachen, wie wir in den letzten Wochen gesehen haben.
Angst vor dem Platzen der KI-Blase
Während Bitcoin eine schwache Phase durchläuft, wächst auch die Angst vor dem Platzen der KI-Blase. Gestern verlor Nvidia beispielsweise fast 4 Prozent und der S&P 500 büßte 1,2 Prozent seines Marktwerts ein.

Schon das kleinste Bisschen Zweifel an der Erweiterung von Rechenzentren reicht heutzutage aus, um Anleger über das Ende des Hypes um KI zu verunsichern.
Das sahen wir gestern bei Oracle, wo offenbar Probleme bei der Finanzierung eines Rechenzentrums in Michigan bestehen. Infolgedessen fiel der Aktienkurs von Oracle um 5,4 Prozent.
Je näher wir dem Ende des Jahres 2025 kommen, desto deutlicher wird, dass die großen Tech-Unternehmen, die die treibende Kraft hinter der Hausse waren, an Schwung verlieren.
Dies könnte erhebliche Auswirkungen auf Bitcoin haben, denn ohne Erfolge der Tech-Riesen wird es sehr schwierig, einen längeren Bullenmarkt zu realisieren.
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