Bitcoin scheint weiterhin dabei zu sein, einen Boden zu bilden. Nachdem der Kurs im Oktober ein vorläufiges Rekord von 126.000 Dollar erreichte, wird Bitcoin aktuell bei 88.300 Dollar gehandelt.

Damit liegt der Kurs bereits einige tausend Dollar über dem lokalen Tiefpunkt von etwa 80.000 Dollar, den Bitcoin am 22. November erreichte. Dennoch fehlt noch die wirkliche Überzeugung, um sagen zu können, dass die Schwächephase vorbei ist.

Bitcoin in schwierigen Gewässern. Quelle: TradingView

Warum kann der Bitcoin-Kurs nicht ausbrechen?

Es gibt natürlich mehrere Gründe für die Schwäche des Bitcoin-Kurses. Man könnte sagen, dass der Erfolg von Gold und anderen Edelmetallen eine Rolle bei den enttäuschenden Kursresultaten spielt.

Gold wird von vielen als Konkurrent von Bitcoin gesehen. Dass der traditionelle sichere Hafen im Jahr 2025 eine vorläufige Rendite von über 60 Prozent erzielen konnte, gegenüber den negativen 8 Prozent von Bitcoin, spricht Bände über die aktuellen Verhältnisse.

Das traditionelle Gold hat momentan einfach Schwung gegenüber Bitcoin. Kapital fließt lieber in Richtung der Gewinner, und das stellt derzeit einen Gegenwind für Bitcoin dar.

Zudem ist es natürlich so, dass sich der Bitcoin-Kurs immer in einem festen Vierjahresmuster bewegte. Auf dieser Grundlage hätte der Bullenmarkt im vierten Quartal enden müssen, und deshalb sehen wir wahrscheinlich auch derzeit einen erhöhten Verkaufsdruck auf Bitcoin.

Doch Hoffnung für Bitcoin

Trotzdem bleibt Hoffnung für Bitcoin bestehen. Es scheint, dass Anleger weiterhin risikofreudig sind, und in dieser Hinsicht könnte es nur eine Frage der Zeit sein, bis das Kapital wieder in Richtung Bitcoin fließt.

Das sehen wir unter anderem an defensiven Aktien, die mittlerweile im Vergleich zum Rest des Marktes stark hinterherhinken. In diesem Fall handelt es sich spezifisch um den S&P 500.

Quelle: Opening Bell Daily

Darin sind Aktien, die gut abschneiden, wenn Anleger vorsichtiger werden, sogenannte defensive Aktien, beinahe auf ein absolutes Tief im Vergleich zum Rest des Index gesunken.

Im Allgemeinen zeigt diese Entwicklung, dass Anleger dazu tendieren, Risiken einzugehen. Bitcoin gehört ebenfalls zu den risikobehafteten Anlagen, die gut abschneiden, wenn Anleger bereit sind, Risiken einzugehen, doch in diesem Bereich fehlt noch die echte Überzeugung.

Anleger neigen zwar zu Risiken, aber der wirkliche Hunger fehlt noch. Es bleibt für Bitcoin zu hoffen, dass dieser Hunger 2026 zurückkehrt.

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