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Der Bitcoin-Kurs ist erneut unter 60.000 Dollar gefallen. Für die Bullen ist das schmerzhaft, eine überzeugende Abwärtsbewegung ist damit aber noch nicht ausgemacht. Ein deutlich tieferes Tief bleibt vorerst aus. Und das ist nicht das einzige positive Signal für Bitcoin (BTC), das sich trotz der Kursrückgänge erkennen lässt.

Bullishe Divergenz im Tages- und Wochenchart

Denn es gibt erste vorsichtig positive Signale in Form bullisher Divergenzen. Die erste, die wir uns ansehen, ist die mögliche positive Divergenz im Tageschart.

Sie entsteht, wenn der Kurs ein tieferes Tief markiert, der Relative Strength Index (RSI) jedoch nicht. Genau das ist derzeit zu sehen. Theoretisch deutet das auf nachlassenden Verkaufsdruck hin.

Koers maakt diepere bodem, maar momentum niet.
Der Kurs bildet ein tieferes Tief, das Momentum dagegen nicht. Quelle: TradingView

Auch im Wochenchart zeichnet sich bislang ein ähnliches Muster ab. Damit gäbe es theoretisch eine Bestätigung über zwei Zeitebenen hinweg. Bis vor Kurzem zeigte sich die bullishe Divergenz nur im Wochenchart. Inzwischen ist der Tageschart hinzugekommen.

Ook een potentiële bullish divergentie op de weekgrafiek.
Auch im Wochenchart zeichnet sich eine mögliche bullishe Divergenz ab. Quelle: TradingView

Entscheidend ist nun, ob Bitcoin dieses Niveau tatsächlich verteidigen kann. Dann könnte sich in diesem Kursbereich der endgültige Boden des Bärenmarkts herausbilden.

Sorgen um KI belasten die Weltmärkte

Gleichzeitig weitet sich die Verkaufswelle an den Aktienmärkten aus. In Asien gerieten vor allem Technologiewerte stark unter Druck, nachdem Anleger erneut Zweifel an der Tragfähigkeit des KI-Hypes bekamen. Der japanische Nikkei verlor deutlich, in Südkorea fiel der Kospi sogar so stark, dass ein Circuit Breaker ausgelöst wurde.

Besonders SoftBank, Samsung und SK Hynix mussten deutliche Verluste hinnehmen. SoftBank stand wegen Berichten unter Druck, wonach OpenAI seinen Börsengang möglicherweise auf 2027 verschiebt. Das schürt die Sorge, dass der Markt weniger bereit sein könnte, noch mehr Kapital in KI-Unternehmen zu lenken.

Auch Apple sorgte für Verunsicherung. Der Konzern erhöht die Preise für MacBooks und iPads um rund 20 Prozent, weil Arbeitsspeicher und Datenspeicher deutlich teurer geworden sind. Die Preiserhöhung zeigt, dass die enorme Nachfrage aus KI-Rechenzentren inzwischen auch das Geschäft mit Endkunden trifft.

Micron profitiert dagegen von genau dieser Entwicklung. Der Speicherhersteller legte ausgesprochen starke Zahlen vor, der Gewinn fiel fast fünfzehnmal so hoch aus. Das macht die Marktlage uneinheitlich.

KI beschert einigen Unternehmen weiterhin enorme Gewinne, setzt zugleich aber andere Bereiche des Technologiesektors unter Druck. Auch Gold und Bitcoin gaben daher nach, während Öl wegen der Hoffnung auf Entspannung rund um die Straße von Hormus zurückfiel.

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