Der Bitcoin-Kurs fiel gestern, nachdem Microsoft Geschäftszahlen veröffentlichte, die Anleger schockierten. Microsoft verlor mehr als 12 Prozent, der Nasdaq gab fast 2 Prozent nach und Bitcoin sank um über 4 Prozent. Auch Gold und Silber mussten gestern deutliche Korrekturen hinnehmen.

Es war eine deutliche Risk-Off-Bewegung zu beobachten. Dennoch bleibt in den kommenden Monaten viel Potenzial für Bitcoin und die Börse.

Vorteilhafte Bedingungen in den USA könnten Bitcoin unterstützen

In den kommenden Monaten gibt es mehrere unabhängige Entwicklungen, die Bitcoin und Aktien unterstützen könnten. So erhalten amerikanische Haushalte verschiedene Anreize von der Trump-Regierung im Vorfeld der Zwischenwahlen, und dasselbe gilt für die Unternehmen.

Dies garantiert zwar keine neuen Allzeithochs für Bitcoin und den S&P 500, schafft jedoch günstige Rahmenbedingungen. Claudia Sahm, eine bekannte Ökonomin, drückte es treffend aus: „Big MAC, Midterms Are Coming, ersetzt den TACO-Trade.“

Big MAC bezieht sich also auf die bevorstehenden Zwischenwahlen, die Trump gewinnen muss, während der TACO-Trade das ständige Zurückziehen des Präsidenten bei fallenden Aktienmärkten beschreibt.

Zugleich investieren die Technologiegiganten weiterhin enorme Summen in die KI-Revolution, wie die folgende Grafik der Carson Group zeigt. Aus dieser Perspektive ist es unwahrscheinlich, dass der gesamte KI-Hype bald endet.

Warum sorgt sich der Markt um Microsoft?

Das Hauptproblem von Microsoft ist, dass 45 Prozent der zukünftigen Cloud-Verträge mit OpenAI, dem Entwickler von ChatGPT, abgeschlossen werden. Es ist jedoch allgemein bekannt, dass OpenAI noch immer nach einem rentablen Geschäftsmodell sucht. Bislang fehlt es daran, und Anleger sind daher besorgt über Microsofts große Abhängigkeit von OpenAI.

Auch Oracle, das einen 300-Milliarden-Dollar-Deal mit OpenAI über ein Rechenzentrum abgeschlossen hat, verlor am Donnerstag 5,1 Prozent. Nvidia büßte an der Börse 1,9 Prozent ein. Meta hingegen konnte mit einem Anstieg von fast 10 Prozent stark zulegen.

Die Korrelationen zwischen den Aktien der Technologiegiganten sind inzwischen auf „historische Tiefststände“ gesunken, so Venu Krishna von Barclays. Dadurch entstehen Zweifel an der gesamten KI-Revolution auf kurze Sicht. Das scheint Anleger dazu zu veranlassen, Risiken abzubauen, was sich auch negativ auf den Bitcoin-Kurs auswirkt.

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