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Bitcoin (BTC) hatte einen starken Start ins dritte Quartal. Im Juni schoss der Kurs in die Höhe, und mittlerweile steht BTC bei einem neuen Rekord von 123.200 Dollar. Doch bemerkenswerterweise sehen wir hinter den Kulissen einen ganz anderen Trend: das Handelsvolumen auf Spotbörsen nimmt tatsächlich ab.
Aus einem neuen Bericht des Analyseplattforms TokenInsight geht hervor, dass das Spotvolumen auf zentralisierten Krypto-Börsen (CEX’s) um 22 Prozent gefallen ist. Das gesamte Volumen belief sich damit auf 3,6 Billionen Dollar. Das tägliche Spotvolumen sah einen Rückgang von 23 Prozent im Vergleich zu Q1. Es ging von 52 Milliarden auf 40 Milliarden Dollar zurück.
Das Spotvolumen betrifft direkte Käufe und Verkäufe von Kryptowährungen, ohne Nutzung von Hebelpositionen. Es macht dabei keinen Gebrauch von Trades mit Hebelpositionen.

Diese Entwicklung steht im starken Kontrast zu einem Anstieg des Bitcoin-Kurses um 25 Prozent im gleichen Zeitraum. Die wichtigste Frage ist, ob dieses Kontrast etwas ist, worüber man sich Sorgen machen sollte? Wahrscheinlich nicht.
Der Unterschied zwischen einem steigenden Bitcoin-Kurs und einem fallenden Spotvolumen tritt nämlich öfter in Bullenmärkten auf. Viele Händler wählen dann Derivate, weil sie damit spekulieren können. Wenn der Kurs stark steigt, sind Händler eher geneigt, long oder short zu gehen. Das heißt, sie spekulieren dann auf einen zukünftigen Fall oder Anstieg der Kurse.
Dies sehen wir auch in den Zahlen. Die Volumen auf dem Derivatemarkt fielen nur um 3,6 Prozent auf 20,2 Billionen Dollar. Es zeigt, dass viele Händler Derivate wählen, um von der Volatilität zu profitieren.
Zudem hatte das reduzierte Spotvolumen auch mit einem nachlassenden Interesse an Altcoins zu tun. In Q2 performte Bitcoin stark, aber viele Altcoins verzeichneten in dieser Periode Verluste. Besonders während des eskalierenden Konflikts zwischen Iran und Israel sahen wir, dass die Unsicherheit zu starken Kursverlusten führte.
Auch die wirtschaftliche Unsicherheit in Amerika drückt auf die Kurse. In solchen Fällen bevorzugen Anleger lieber wertbeständige Investitionen, wobei Bitcoin als digitales Gold bevorzugt wird.
In Q2 sahen wir noch ein vermindertes Interesse an Altcoins, aber in Q3 scheint dieses gerade stark zuzunehmen. Ethereum (ETH) ist mittlerweile um 22,3 Prozent in der vergangenen Woche gestiegen. Damit macht es deutlich besser als BTC, das im gleichen Zeitraum um 8,7 Prozent gestiegen ist. Auch XRP performt außergewöhnlich gut. Es scheint das 3-Dollar-Widerstandsniveau nach einem Anstieg von 26,2 Prozent im gleichen Zeitraum zu durchbrechen.
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