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Der Kurs von Bitcoin (BTC) steht seit geraumer Zeit unter Druck. Im Hintergrund scheinen jedoch immer mehr große Investoren die niedrigeren Preise zu nutzen. Nach Angaben von Basil Al Askari, CEO der Handelsplattform MidChains, betrachten Staatsfonds das aktuelle Kursniveau als attraktiven Einstiegszeitpunkt.
Während Privatanleger zuletzt zurückhaltender agierten, beobachtet Al Askari bei institutionellen Investoren eine gegenläufige Entwicklung. Im Podcast Chain Reaction sagte er, dass mindestens ein Staatsfonds inzwischen aktiv Spot-Bitcoin kauft. Ein zweiter Fonds könnte demnächst folgen.
Staatsfonds verwalten staatliches Vermögen und investieren langfristig. Weltweit kontrollieren diese Fonds zusammen mehr als 13 Billionen US-Dollar. Ihre Anlageentscheidungen gelten daher häufig als wichtiges Signal für andere große Finanzinstitutionen.
Nach Einschätzung von Al Askari werten diese Investoren den aktuellen Bitcoin-Kurs als attraktives Einstiegsniveau. „Ich kann bestätigen, dass mindestens ein Staatsfonds Spot-Bitcoin kauft. In den kommenden Wochen könnte ein zweiter hinzukommen.“
Al Askari erwartet nicht, dass diese Käufe den Bitcoin-Kurs unmittelbar stark antreiben. Entscheidend sei vielmehr das Signal an andere institutionelle Anleger, die bislang noch abwarten.
„Das ist ein klares Signal an andere Institutionen. Viele orientieren sich an diesen großen Fonds und suchen nach einem Weg, erste Erfahrungen mit Bitcoin zu sammeln“, sagte Al Askari.
Langfristig könnte das aus seiner Sicht zu einem zunehmend knappen Angebot führen. Große Investoren haben in der Regel einen deutlich längeren Anlagehorizont und verkaufen ihre Bitcoin weniger schnell als Privatanleger.
Dass einige Staatsfonds bereits seit Längerem am Bitcoin-Markt aktiv sind, zeigen frühere Investitionen. Der Staatsfonds von Abu Dhabi, Mubadala Investment Company, hält mittlerweile knapp 15 Millionen Anteile an BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT). Zusammen sind sie rund 500 Millionen US-Dollar wert.
Auch Bhutans Staatsfonds zählt seit Längerem zu den größten staatlichen Bitcoin-Besitzern, auch wenn er in diesem Jahr einen Teil seiner Position verkauft hat.
Gleichzeitig bleibt das Marktbild uneinheitlich. US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten in diesem Monat Abflüsse von mehr als 4,1 Milliarden US-Dollar. Unternehmen kaufen dagegen weiter zu. Strategy erwarb in diesem Monat weitere 3.657 Bitcoin.
Auch John D’Agostino, Leiter der institutionellen Strategie bei Coinbase, sagte in diesem Monat gegenüber CNBC, dass große Investoren aus dem Nahen Osten den Kursrückgang eher begrüßen. Ihm zufolge betrachten Vermögensverwalter wohlhabender Familien, staatliche Akteure und Staatsfonds den niedrigeren Bitcoin-Kurs vor allem als Gelegenheit, günstiger einzusteigen.
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