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Der Kryptomarkt ist heute erneut gefallen. Anleger blicken dem wichtigen US-Arbeitsmarktbericht entgegen, der am Freitag erscheint, und fragen sich, was das für die Zinspolitik bedeutet. Kommt in diesem Jahr noch eine letzte Zinssenkung – oder wäre das vielmehr ein Zeichen für eine schwächelnde Wirtschaft?
Bitcoin (BTC) notiert heute bei 107.500 US-Dollar, ein Minus von 3 Prozent auf Tagesbasis. Ethereum (ETH) zeigt sich noch schwächer und fällt um 5 Prozent auf 3.720 US-Dollar. Auch Coins wie Solana (SOL) und XRP stehen deutlich unter Druck, mit Verlusten von 6 bzw. 4,6 Prozent.
Der US-Finanzminister Scott Bessent sagte in einem Interview mit CNN, die hohen Zinsen hätten „Teile der Wirtschaft, vor allem den Immobilienmarkt, möglicherweise in die Rezession gedrückt“. Seiner Ansicht nach hat die Notenbank nun Spielraum für Zinssenkungen.
Die Aussagen verschafften dem Markt kurzzeitig etwas Luft, denn niedrigere Zinsen sind für Krypto in der Regel positiv. Die Erholung hielt jedoch nicht lange an. Ob Zinssenkungen in einem schwächeren Umfeld für Ruhe sorgen oder eher zusätzliche Volatilität auslösen, bleibt offen.
Laut dem Analysehaus Glassnode tut sich Bitcoin weiterhin schwer, die 113.000 US-Dollar nachhaltig zu überwinden – das durchschnittliche Einstiegsniveau kurzfristiger Anleger. Diese Preisschwelle gilt als wichtige Trennlinie zwischen Auf- und Abwärtstrend.
Seit drei Wochen pendelt Bitcoin bereits unter dieser Marke. Bei weiteren Rücksetzern liegt die nächste Unterstützung um 88.000 US-Dollar – ein Niveau, das in früheren Korrekturen mehrfach als Boden diente, so Glassnode.
Am Freitagnachmittag werden die neuen Zahlen zum US-Arbeitsmarkt veröffentlicht. Analysten erwarten, dass die Zahl der neu geschaffenen Stellen leicht zurückgeht, während die Arbeitslosigkeit in etwa unverändert bleibt.
Die Daten könnten für die Zinspolitik der Federal Reserve entscheidend sein. Ein starker Bericht könnte bedeuten, dass die Zinsen länger hoch bleiben – eine schlechte Nachricht für Krypto. Fallen die Zahlen jedoch schwach aus, dürfte die Wahrscheinlichkeit für Zinssenkungen steigen, was allerdings auch auf eine abkühlende Wirtschaft hindeutet.
Vorerst bleibt der Markt also in Wartestellung. Anleger hoffen auf Klarheit vom Arbeitsmarktbericht. Bis dahin dominiert Vorsicht – und der Bitcoin Kurs bleibt unter Druck.
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