XRP stand in den vergangenen Tagen massiv unter Druck. Ein einflussreicher Trader sieht jedoch Hoffnung: Die Digitalwährung könnte kurz vor einem explosiven Anstieg stehen. Voraussetzung ist, dass ein kritischer Widerstand durchbrochen wird.
Matthew Dixon sieht Potenzial für eine XRP-Explosion
Laut Analyst Matthew Dixon bietet sich für XRP eine große Chance. Der Trader prognostiziert, dass der XRP-Kurs ein neues Allzeithoch erreichen kann, sofern der Widerstand bei 2,65 US-Dollar fällt. „XRP hat den Widerstand bei 2,65 US-Dollar bislang nicht überwinden können, aber es sollte nur eine Frage der Zeit sein“, schreibt der Analyst optimistisch auf X.
Nach Dixon ist die sogenannte WXY-Korrektur, die XRP monatelang im Griff hatte, inzwischen abgeschlossen. Dieses technische Muster besteht aus drei Phasen: einem ersten Rückgang (W), gefolgt von einer temporären Erholung (X) und anschließend einem zweiten Rückgang (Y). Da die Y-Welle nun abgeschlossen scheint, rechnet der Analyst mit Feuerwerk bei XRP.
Das Bild ist jedoch nicht eindeutig. Während Dixon optimistisch bleibt, warnt Analyst ChartNerd vor einem möglichen weiteren Rückgang. „Ein Rücksetzer bei 2,70 US-Dollar war erwartet; nun muss die Unterstützung um 2,30 US-Dollar halten“, so der Analyst auf X. Fällt diese Unterstützung, droht der nächste Kursrutsch.
Whale kippt XRP nach geopolitischen Spannungen
Zum Zeitpunkt des Schreibens notiert der XRP-Kurs bei rund 2,50 US-Dollar. Damit hat die Kryptowährung seit dem Allzeithoch von 3,65 US-Dollar vor drei Monaten deutlich abgegeben. Zudem liegt der Token auf dem niedrigsten Stand seit Juli.

Allein gestern verdampften bei XRP über 10 Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung. Laut Whale Alert überwies ein einzelner Whale dabei fast 63 Millionen US-Dollar in XRP an Binance, mutmaßlich zum Verkauf. Seit vergangenem Freitag wurden über 2,23 Milliarden XRP veräußert – fast fünf Prozent des gesamten zirkulierenden Angebots.
Der Verkaufsdruck kommt nicht aus dem Nichts. XRP reagiert – wie der übrige Markt – auf die sich verschlechternden geopolitischen Verhältnisse. Nachdem Donald Trump am vergangenen Wochenende neue Importzölle von 100 Prozent auf chinesische Produkte angekündigt hatte, kochte die Stimmung hoch. Am Dienstag forderte China die Vereinigten Staaten auf, diese „Fehler zu korrigieren“, und warnte, man werde „bis zum Ende kämpfen“ als Reaktion auf die neuen Zölle.
Von US-Seite gibt es jedoch verhaltene Hoffnung: Handelsbeauftragte Greer erklärte, die Trump-Regierung glaube, man könne mit China „eine Lösung finden“, und bestätigte, dass ein Treffen zwischen Trump und Xi geplant sei.
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