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Die österreichische Kryptobörse Bitpanda erwägt erneut ernsthaft einen Börsengang. Nachdem ein früherer Schritt in Richtung London abgeblasen wurde, richtet die Handelsplattform ihren Blick nun auf Frankfurt. Quellen zufolge soll Bitpanda in Gesprächen mit mehreren Großbanken sein, um eine Notierung an der deutschen Börse vorzubereiten.
Bitpanda wurde im Oktober 2014 in Wien gegründet und wuchs in den folgenden Jahren zu einer der größten Handelsplattformen Europas heran. In Österreich ist das Unternehmen mittlerweile mit einem Marktanteil von fast sechzig Prozent Marktführer.
Trotz eines relativ begrenzten Angebots an Kryptowährungen, Aktien und Edelmetallen bindet die Plattform viele Nutzer an sich. Dies liegt vor allem an Zusatzdiensten wie Hilfsmitteln für die Steuererklärung und Vermögensverwaltung.
Die Pläne für einen Börsengang bestehen schon länger. London wurde zuvor als möglicher Standort genannt, doch diese Option wurde letztlich verworfen. Nun berichten Quellen Bloomberg, dass Frankfurt als neuer Börsenstandort in Betracht gezogen wird. Damit würde Bitpanda eine Notierung näher am Kern seiner europäischen Aktivitäten anstreben.
Insider zufolge befindet sich das Unternehmen bereits in der Vorbereitungsphase. In den kommenden Monaten sollen verschiedene Finanzinstitute eingebunden werden, um den Weg zur Börse zu gestalten.
Bei einem Börsengang spielen Investmentbanken eine Schlüsselrolle. Sie begleiten den Prozess und helfen bei der Festlegung der Bewertung. Bitpanda soll dabei mit der Goldman Sachs Group Inc, Citigroup und Deutsche Bank zusammenarbeiten. Laut Bloomberg liegt die angestrebte Bewertung bei über vier Milliarden Euro.
Der Zeitpunkt des Börsengangs ist noch nicht festgelegt. Aktuell wird erwartet, dass eine Notierung gegen Ende des zweiten Quartals realistisch ist. Sollte der Prozess schneller als geplant ablaufen, könnte ein Börsengang sogar schon im ersten Quartal möglich sein.
Der mögliche Börsengang von Bitpanda passt in einen breiteren Trend innerhalb der Kryptobranche. Immer mehr große Handelsplattformen bereiten den Schritt in die traditionellen Finanzmärkte vor. So gab die Krypto-Börse Kraken kürzlich bekannt, dass sie an einem Börsengang in den USA arbeitet. Dieses Unternehmen strebt eine Kapitalrunde in Höhe von mehreren hundert Millionen Dollar an, ein Betrag, den Bitpanda mit seinen Ambitionen deutlich zu übertreffen scheint.
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