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Der Bitcoin-Kurs zeigt sich heute vergleichsweise stabil, obwohl die Vereinigten Staaten in der Nacht eine zweite Angriffswelle gegen Iran gestartet haben. Zugleich löste das Protokoll der Zinssitzung der US-Notenbank keinen Schock an den Finanzmärkten aus.

Die zweite Angriffswelle der Vereinigten Staaten richtete sich nach Angaben des US-Militärs gegen rund 90 iranische Militärziele. Washington setzte damit einen Tag nach den vorherigen Angriffen erneut militärische Gewalt ein, nachdem Iran aus Sicht der USA mehrere Handelsschiffe in der Straße von Hormus attackiert hatte.
Damit verschärft sich die Lage für die Energiemärkte erneut. Die Straße von Hormus ist eine zentrale Route für den Transport von Öl und Gas. Entsprechend reagierte der Ölpreis unmittelbar. Brent-Öl stieg im asiatischen Handel in Richtung 79 Dollar je Barrel, nachdem der Preis zuvor zeitweise bereits über 80 Dollar gelegen hatte.
Für die Finanzmärkte liegt das Risiko vor allem in einer längeren Phase höherer Energiepreise. Wird Öl erneut zum Inflationstreiber, hat die US-Notenbank weniger Spielraum für Zinssenkungen. Das könnte theoretisch Aktien, Gold und Bitcoin (BTC) belasten.
Bislang bleibt eine Panikreaktion an den Märkten jedoch aus. Bitcoin hält sich vergleichsweise stabil. Anleger scheinen vor allem abzuwarten, ob es bei einer kurzen geopolitischen Eskalation bleibt oder ob sich daraus eine breitere Energiekrise entwickelt.
Auch das Protokoll der jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank sorgte damit nicht für einen unmittelbaren Schock.
Bemerkenswert ist vor allem, dass die Uneinigkeit innerhalb der Fed weniger die richtige Taktik betrifft als die wirtschaftlichen Aussichten. Die Währungshüter scheinen sich weitgehend einig zu sein, was grundsätzlich zu tun ist. Strittig ist vor allem, welches Szenario tatsächlich eintritt.
Darin liegt eine auffällige Symmetrie. Fast alle Fed-Vertreter gehen davon aus, dass höhere Zinsen nötig werden könnten, falls der Inflationsdruck nicht schnell genug nachlässt.
Gleichzeitig hält nahezu dieselbe Gruppe es für möglich, die Zinsen stabil zu halten oder später sogar zu senken, falls sich die Inflation demnächst wieder überzeugend in Richtung 2 Prozent bewegt.
Vor allem das Wort „demnächst“ ist hier entscheidend. Es verschafft der Fed Spielraum, einen strengen Ton anzuschlagen, ohne sich auf neue Zinserhöhungen festzulegen. Solange die Inflation nicht wieder deutlich anzieht, kann die Notenbank weiter abwarten. Bleibt der Ölpreis wegen der Eskalation um Iran jedoch über längere Zeit hoch, wird diese Argumentation schwerer zu halten.
Für Bitcoin ist das vorerst die wichtigste Botschaft. Die Fed hat die Tür für Zinserhöhungen nicht geschlossen, aber auch keinen unmittelbaren Grund für Panik geliefert. Solange der Markt davon ausgeht, dass der Inflationsdruck letztlich nachlässt, bleibt Raum für eine Stabilisierung oberhalb von 60.000 Dollar.
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