Kraken, eine der ältesten Kryptobörsen der Welt, hat 150 Mitarbeiter entlassen, um Kosten zu senken. Insidern zufolge könnte der lang erwartete Börsengang dadurch weiter verzögert werden, da der Kryptomarkt erneut unter Druck steht.
Das Unternehmen, das offiziell unter dem Namen Payward operiert, entschied sich zu den Entlassungen, nachdem neue KI-Technologien verschiedene Prozesse effizienter gestalteten. Eine Quelle berichtet, dass Kraken künstliche Intelligenz mittlerweile in großem Umfang im Unternehmen einsetzt.
Börsengang möglicherweise auf 2027 verschoben
Der Börsengang von Kraken scheint weiter entfernt als bisher angenommen. Insidern zufolge peilt die Kryptobörse nun Ende 2026 oder sogar Anfang 2027 an. Zuvor wurde noch erwartet, dass das Unternehmen bereits in diesem Frühjahr an die Börse geht.
Kraken hält sich mit Details zu den Plänen bedeckt. Das Unternehmen gibt keine Auskunft über die Entlassungen oder den Zeitplan einer möglichen Börsennotierung. Ein Sprecher betont jedoch, dass die Organisation kontinuierlich angepasst wird, um effizienter zu arbeiten und für weiteres Wachstum bereit zu sein.
„Wir evaluieren fortlaufend unsere Teams und Strukturen, um unsere Kunden bestmöglich zu bedienen,“ so Kraken.
Die Entlassungen wurden zuerst von CoinDesk gemeldet.
Kryptosektor unter Druck wegen schwacher Marktbedingungen
Kraken ist nicht allein. Die gesamte Kryptobranche hat derzeit mit Schwierigkeiten zu kämpfen, da die Kurse seit Monaten unter Druck stehen. Der Bitcoin Kurs liegt nach wie vor deutlich unter den Rekordwerten des vergangenen Jahres, was zu geringeren Handelsvolumen und weniger Einnahmen bei Kryptounternehmen führt.
Auch andere große Akteure greifen zu Maßnahmen. Coinbase kündigte kürzlich an, 14 Prozent seiner Belegschaft zu entlassen. Bei Gemini sind seit Jahresbeginn etwa drei von zehn Stellen weggefallen. Sowohl Coinbase als auch Gemini verweisen, ähnlich wie Kraken, auf effizienteres Arbeiten mit KI als wesentlichen Grund für die Umstrukturierungen.
Kraken meldet Umsatz- und Gewinnrückgang im vierten Quartal
Im Februar berichtete Kraken, dass sowohl Umsatz als auch Gewinn im vierten Quartal gesunken sind. Der Rückgang erfolgte zu einem Zeitpunkt, als die Kryptokurse unter Druck standen und Anleger zunehmend vorsichtiger agierten. Ein Vergleich zur gleichen Periode des Vorjahres wurde nicht angegeben.
Kryptobörsen wie Kraken erwirtschaften den Großteil ihrer Einnahmen durch Handelsgebühren. Doch da viele Privatanleger abwarten und weniger aktiv handeln, spüren große Plattformen die Auswirkungen direkt in ihren Einkünften.
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