Der bekannte Investor und Autor Robert Kiyosaki warnt erneut vor einer bevorstehenden Wirtschaftskrise in den Vereinigten Staaten. Seiner Meinung nach ist die US-Zentralbank dabei, dieselben Fehler zu machen wie Deutschland vor dem Zweiten Weltkrieg, mit Hyperinflation als möglicher Folge.

„Weimar 2.0 mit Kreditkarten“

In einem Gespräch auf dem YouTube-Kanal von Rich Dad, zusammen mit Unternehmer Matthew Seaman, zog Kiyosaki einen bemerkenswerten Vergleich. Ihm zufolge unterscheidet sich die Situation im Jahr 2025 nur äußerlich von der berüchtigten Hyperinflation der Weimarer Zeit.

„Damals hatten die Menschen Schubkarren voller wertlosen Geldes. Heute nutzen sie Kreditkarten“, sagte Kiyosaki.

Er weist darauf hin, dass der durchschnittliche Amerikaner derzeit über 3600 Dollar an Kreditkartenschulden hat, bei einem Zinssatz von etwa zweiundzwanzig Prozent. Seiner Meinung nach ist dies ein Zeichen dafür, dass die Inflation bereits tief im System steckt, nur getarnt.

Zinssenkungen befeuern die Inflation

Kiyosaki behauptet, dass die jüngsten Zinssenkungen der Federal Reserve das Risiko einer Hyperinflation verstärken. Er kritisiert Fed-Vorsitzenden Jerome Powell: „Wir sind im Jahr 2025 und er senkt erneut die Zinsen. Das bedeutet, dass die Hyperinflation vor der Tür steht. Man wird immer mehr Geld brauchen, um immer weniger kaufen zu können.“

Der Investor betont, dass die Inflation nicht mehr so sichtbar ist wie früher, aber die Auswirkungen auf Kaufkraft und Ersparnisse nach wie vor verheerend sind.

Reiche profitieren, Arbeitnehmer verlieren

Laut Kiyosaki ist diese Situation besonders nachteilig für Arbeitnehmer und Rentner. „Wenn du auf ein festes Einkommen oder eine Rente angewiesen bist, wirst du ärmer“, warnt er. Gleichzeitig behauptet er, dass Eigentümer von greifbaren und ertragreichen Vermögenswerten profitieren werden.

„Die Reichen werden reicher, denn sie besitzen echte Vermögenswerte“, so Kiyosaki. Er nennt Gold, Silber, Bitcoin (BTC), Immobilien und sogar Vieh als Beispiele für Besitztümer, die ihren Wert behalten oder sogar steigen könnten, wenn die Geldentwertung anhält.

Wer lediglich einen „gewöhnlichen Job“ und eine Rentenversicherung hat, läuft seiner Meinung nach Gefahr, finanziell immer weiter zurückzufallen.

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