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Die gescheiterten Friedensgespräche zwischen den USA und Iran dürften am Montag das Marktsentiment belasten. Diese Einschätzung teilen mehrere Analysten. In früheren Phasen des Konflikts führten Eskalationen zu höheren Ölpreisen, einem stärkeren Dollar und fallenden Aktienmärkten.
Es wird erwartet, dass sich diese Entwicklungen wiederholen könnten. Öl und der Dollar könnten steigen, während Aktien unter Druck geraten und Gold von der Nachfrage nach sicheren Häfen profitiert.
Die entscheidende Frage für Investoren ist, ob dies als endgültiger Bruch in den Verhandlungen oder als vorübergehender Rückschlag gesehen wird, der später behoben werden könnte.
Die Erwartungen für Montag sind recht eindeutig. Der Dollar dürfte sich nach dem Rückgang um 1,4 Prozent in der vergangenen Woche erholen. Gleichzeitig könnten die Ölpreise wegen der anhaltenden Einschränkungen in der Straße von Hormus weiter steigen, während die Aktienmärkte insgesamt unter Druck stehen.
Bei Anleihen ist das Bild weniger eindeutig. Kurzfristig sorgt die Flucht in sichere Anlagen für niedrigere Zinsen. Doch steigende Ölpreise schüren die Inflationserwartungen, was wiederum den Druck auf die langfristigen Zinsen erhöht. Diese Kräfte wirken gegensätzlich.
Wie Kyle Rodda von Capital.com zusammenfasst: Die Kernfrage ist, wie die Märkte die Situation interpretieren. Handelt es sich um eine vorübergehende Unterbrechung der Verhandlungen oder um einen strukturellen Bruch? Diese Unterscheidung bestimmt, ob der Verkaufsdruck schnell nachlässt oder anhält.
Laut mehreren Analysten dreht sich weiterhin alles um die Straße von Hormus. Nick Twidale von AT Global Markets hebt hervor, dass der Schiffsverkehr nach dem Waffenstillstand noch nicht einmal 10 Prozent des normalen Niveaus erreichte. Das ist ernüchternd, da Investoren gerade mit einem raschen Anstieg der Durchfahrtszahlen gerechnet hatten.
Solange die Durchfahrt beschränkt ist, bleibt eine Risikoprämie im Ölpreis bestehen und das Sentiment bleibt anfällig.
Fiona Lim von Malayan Banking geht noch einen Schritt weiter. Sollte die Situation anhalten, verschiebt sich der Markt ihrer Meinung nach in Richtung eines Stagflationsszenarios mit schwachem Wachstum und anhaltender Inflation. Das wäre eine ungünstige Kombination sowohl für Aktien als auch für Krypto.
Es gibt auch Gründe, die Reaktion zu relativieren. Iran hat über das Außenministerium die Tür für weitere Gespräche offen gelassen. Es scheint sich also nicht um einen harten Bruch zu handeln, sondern vielmehr um eine Phase anhaltender Unsicherheit.
Laut Dionissios Kontos von Meyka AI macht das einen Unterschied. Wenn Anleger dies als Verzögerung statt als Scheitern betrachten, könnte die Marktreaktion am Montag begrenzt bleiben. Sollte sich der Ton jedoch in den nächsten Stunden weiter verschärfen, könnte der Verkaufsdruck schnell zunehmen.
Für Bitcoin und den Kryptomarkt gilt dasselbe. In der Nacht zum Samstag fiel der Kurs bereits um rund 2 Prozent nach den Nachrichten. Die Richtung für Montag hängt von der gleichen Frage ab, die den gesamten Markt beschäftigt: Ist dies eine vorübergehende Verschnaufpause oder der Beginn eines endgültigen Bruchs?
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