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Zwei leere Supertanker kehrten am Sonntag in letzter Minute in der Straße von Hormus um, genau zu dem Zeitpunkt, als die Friedensgespräche zwischen den USA und Iran in Islamabad scheiterten. Ein dritter Tanker setzte jedoch seine Fahrt fort.
Drei sogenannte VLCCs, die größten Öltanker der Welt, näherten sich in der Nacht zum Samstag der Straße von Hormus aus dem Golf von Oman. Keines der Schiffe hatte direkte Verbindungen zu Iran. Am Sonntagmorgen erreichten sie die iranische Insel Larak, die als Kontrollpunkt für die Passage dient.
Dort kehrten zwei der drei Tanker um. Die Agios Fanourios I, betrieben vom griechischen Eastern Mediterranean Maritime und auf dem Weg in den Irak, drehte um. Dasselbe galt für die Shalamar, ein unter pakistanischer Flagge fahrendes Schiff mit Ziel Das Island in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Bemerkenswert ist, dass beide Länder zuvor die Genehmigung von Iran erhalten hatten, die Meerenge zu passieren.
Der dritte Tanker, die Mombasa B, setzte die Route durch den von Iran genehmigten Korridor zwischen den Inseln Larak und Qeshm fort. Dabei wurde kein klares Endziel angegeben.
Der genaue Grund für das Umkehren wurde nicht bestätigt. Doch die zeitliche Übereinstimmung ist auffällig. Die beiden Tanker kehrten um, genau als Vizepräsident Vance in Islamabad bekanntgab, dass die USA und Iran kein Abkommen erzielt hatten. Es ist plausibel, dass der Kapitän oder die Reedereien beschlossen, das Risiko angesichts der verschlechterten diplomatischen Lage nicht einzugehen.
Die Straße von Hormus steht seit Beginn des Krieges am 28. Februar faktisch unter iranischer Kontrolle. Nur Schiffe mit iranischen Verbindungen oder ausdrücklicher Genehmigung dürfen passieren. Am Samstag verließen noch zwei chinesische Supertanker und ein griechisches Schiff, beladen mit Öl, den Golf.
Doch für einen normalen Fluss sind auch leere Tanker notwendig, die in den Golf einfahren, um neue Ladungen aufzunehmen. Ohne diesen Zufluss gerät der Ölexport weiter unter Druck, selbst wenn beladene Schiffe auslaufen dürfen.
Die gescheiterten Gespräche in Islamabad erhöhen die Unsicherheit. Der Waffenstillstand gilt noch, doch ohne Verlängerung nehmen die Spannungen schnell zu. Für Reedereien, Versicherer und Besatzungen bleibt jede Passage eine neue Abwägung. Am Sonntag entschieden sich zwei der drei Tanker zur Umkehr.
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