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Die kanadische Aufsichtsbehörde FINTRAC hat seit Anfang 2026 die Registrierungen von 50 Finanzdienstleistern zurückgezogen, von denen 47 im Kryptobereich tätig waren. Diese Maßnahme ist Teil einer umfassenderen Strategie der Regierung, Geldwäsche und Finanzbetrug entschlossener zu bekämpfen.
Finanzminister François-Philippe Champagne erklärte, dass dieser Ansatz in der kommenden Zeit fortgesetzt wird. Ihm zufolge stellen insbesondere Kryptounternehmen wie Handelsplattformen und Krypto-Geldautomaten ein erhöhtes Missbrauchsrisiko dar.
FINTRAC, das kanadische Zentrum für die Analyse von Finanztransaktionen und Berichten, hat kürzlich die Lizenzen von weiteren 23 Unternehmen entzogen. Firmen, die ihre Registrierung verlieren, haben 30 Tage Zeit, um Widerspruch einzulegen.
Die kanadische Regierung spricht von einer beschleunigten Durchsetzungsstrategie. Champagne betont, dass die Aufsicht nicht nur ausgeweitet, sondern auch transparenter gestaltet wird. Dies soll verdeutlichen, wie Unternehmen die Vorschriften einhalten müssen.
Laut dem Minister können Kryptounternehmen zur Geldwäsche und für Betrug genutzt werden. Daher entwickelt die Regierung weiterhin neue Maßnahmen, um diese Risiken zu begrenzen.
Der Fokus auf Krypto kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Aufsichtsbehörden weltweit ihre Kontrolle über die Branche verstärken. In Kanada liegt der Schwerpunkt auf Unternehmen, die Finanztransaktionen ohne ausreichende Aufsicht oder Berichterstattung ermöglichen.
Trotz der Aufmerksamkeit für Krypto zeigen Zahlen, dass traditionelle Finanzsysteme weiterhin die größte Rolle bei Geldwäschepraktiken spielen. Die Financial Action Task Force (FATF) schätzt, dass 2 bis 5 Prozent des weltweiten BIP über herkömmliche Finanzkanäle gewaschen werden.
Zum Vergleich: Laut dem Blockchain-Analyseunternehmen Chainalysis sind weniger als 1 Prozent aller Kryptotransaktionen mit illegalen Aktivitäten verbunden.
Die strengere Vorgehensweise von FINTRAC zeigt sich auch in den jüngsten Sanktionen gegen große Kryptounternehmen. Im Oktober wurde der Kryptoplattform Cryptomus eine Geldstrafe von 126 Millionen Dollar auferlegt. Das Unternehmen soll mehr als tausend verdächtige Transaktionen nicht gemeldet haben und über unzureichende Compliance-Richtlinien verfügen.
Bereits einen Monat zuvor wurde die Kryptobörse KuCoin mit einer Strafe von 14 Millionen Dollar belegt. Die Börse habe sich nicht ordnungsgemäß bei FINTRAC registriert und unzureichende Informationen über große Transaktionen bereitgestellt.
Mit dem Entzug von Dutzenden Lizenzen und der Verhängung hoher Geldstrafen zeigt Kanada, dass es die Regulierungen für Kryptounternehmen weiter verschärft. Die Regierung möchte damit Finanzkriminalität bekämpfen und die Transparenz in der Branche erhöhen.
Für Unternehmen, die auf dem kanadischen Kryptomarkt tätig sind, bedeutet dies, dass die Einhaltung der Vorschriften und die Berichterstattung über Transaktionen immer wichtiger werden.
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