In der vergangenen Woche herrschte Unruhe auf dem Kryptomarkt. Der Kurs von Bitcoin (BTC) fiel auf knapp unter 60.000 Dollar, den niedrigsten Stand seit eineinhalb Jahren. Laut dem Marktforschungsinstitut K33 Research müssen sich Anleger jedoch keine großen Sorgen machen. Mehrere Indikatoren deuten auf einen besonderen Moment im Marktzyklus hin.

Bitcoin-Kurs könnte lokale Talsohle erreicht haben

Analysten von K33 Research halten es für wahrscheinlich, dass Bitcoin um die 60.000-Dollar-Marke einen lokalen Tiefpunkt gebildet hat. In einer neuen Analyse spricht das Institut von „kapitulationsähnlichen Zuständen“, die oft das Ende einer Abwärtsphase markieren.

Im Oktober erreichte der Bitcoin-Kurs noch über 126.000 Dollar. Seitdem hat der digitale Coin während des jüngsten Crashs mehr als die Hälfte seines Wertes verloren.

Jahreschart Bitcoin (Quelle: CoinGecko)

Der Verkaufsdruck war erheblich. Laut K33 zeigte sich das sowohl am Spotmarkt als auch am Derivatemarkt, wo Anleger auf zukünftige Kursbewegungen von BTC spekulieren.

K33 stützt seine Schlussfolgerung auf eine seltene Kombination extremer Signale. Dazu zählen explosive Handelsvolumina, Panikverkäufe, stark negative Stimmungen und eine auffällige Abflussbewegung aus US-amerikanischen Bitcoin-ETF-Fonds.

Seltene Kombination extremer Indikatoren

Das Handelsvolumen am Spotmarkt schnellte auf ein außergewöhnliches Niveau, vergleichbar mit den Panikmomenten während des FTX-Debakels. Am 5. und 6. Februar wurden insgesamt 32 Milliarden Dollar in Bitcoin gehandelt. Laut K33 war dies erst das zweite Mal in fünf Jahren, dass das Volumen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen so hoch war.

Auch die sogenannten Funding-Rates setzten ein Alarmsignal. Die jährlichen Finanzierungskosten für BTC-Futures fielen auf -15,46 Prozent. Das bedeutet, dass Shorthändler selbst zahlen mussten, um ihre Positionen zu halten, ein Zeichen für extremen Verkaufsdruck.

Es ist der niedrigste Stand seit der Bankenkrise im März 2023. Solche negativen Werte weisen auf erheblichen Abwärtsdruck aus Short-Positionen am Derivatemarkt hin.

Ein drittes Signal kam vom Relative Strength Index (RSI), einem Indikator, der das Momentum eines Kurses misst. Der RSI sank auf 15,9, ein extrem ‚überverkaufter‘ Wert, der auf starken Verkaufsdruck hindeutet. Es ist der sechstniedrigste Wert seit 2015.

Niedrigere Werte wurden nur während einschneidender Ereignisse wie dem Corona-Crash 2020 und dem Bärenmarkt 2018 verzeichnet.

Auch das Marktsentiment erreichte einen Tiefpunkt. Der bekannte Fear & Greed Index fiel auf 6, einen der niedrigsten jemals gemessenen Werte. Laut K33 deutet dies auf extreme Panik unter Anlegern hin, einen psychologischen Zustand, der historisch oft mit lokalen Tiefpunkten zusammenfällt.

Schließlich gab es auffällig viel Aktivität in den amerikanischen Spot-Bitcoin-ETF-Fonds (ETF’s). Das größte Fonds, IBIT von BlackRock, erlebte am 5. Februar seinen bisher geschäftigsten Handelstag mit einem Volumen von über 10 Milliarden Dollar. Am selben Tag wurde zudem der fünftgrößte Abfluss aller Zeiten aus diesen Fonds verzeichnet.

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