Bitcoin (BTC) hat innerhalb von anderthalb Wochen fast 8 Prozent seines Wertes eingebüßt und die Angst vor einem erneuten Absturz wächst. Historische Daten deuten auf weitere schwierige Monate hin, jedoch sieht das Forschungsinstitut K33 Licht am Ende des Tunnels.
‚Einzigartiger Pessimismus‘ bei BTC
Wie in früheren Bärenmärkten ist der Bitcoin-Kurs an seinem 200-Tage-Durchschnitt gescheitert. Vor zwei Wochen wurde diese Linie erstmals seit November wieder erreicht und seitdem mehrfach abgeprallt.

In der Vergangenheit war dies oft der Auftakt für einen großen Crash auf neue Tiefststände, doch die Forscher von K33 glauben, dass die 60.000 Dollar von Anfang Februar der Tiefpunkt waren. Das schrieben sie gestern in einem Bericht.
Wenn dem so ist, bricht Bitcoin mit seinem vierjährigen Zyklus. Es wäre dann der kürzeste Bärenmarkt aller Zeiten, der in der Theorie nach vier Monaten bereits beendet wäre. In der Vergangenheit dauerte die Krise immer etwa ein Jahr.
K33 beobachtet, dass sich Bitcoin diesmal anders verhält. In früheren Bärenmärkten erholte sich der Kurs oft aggressiv in Richtung des 200-Tage-Durchschnitts, um dann schnell wieder abzustürzen. Diese Rallys wurden durch schnell wachsende Hebelpositionen angetrieben, die letztlich unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbrachen.
„Dieser langsame Rückgang hat diese Dynamik nicht hervorgebracht. Die Derivatdaten deuten vielmehr auf ein einzigartig pessimistisches Sentiment hin“, schreibt Forschungsleiter Vetle Lunde.
Die Zahlen untermauern diese These. Der 30-Tage-Durchschnitt der Funding-Rate ist seit 81 Tagen in Folge negativ, nahe dem längsten Rekord aller Zeiten.
Funding-Rates sind Gebühren, die Händler mit Hebelpositionen untereinander zahlen. Negative Werte bedeuten, dass Short-Positionen (Menschen, die auf einen Kursrückgang setzen) die Long-Positionen bezahlen. Mit anderen Worten: Der Markt ist voller Pessimisten.
Zudem fiel die annualisierte Basis bei CME-Bitcoin-Futures kürzlich unter 2,5 Prozent, ein Niveau, das typischerweise mit Phasen extremer Vorsicht einhergeht.
Wann kehrt Optimismus zurück?
Der 200-Tage-Durchschnitt liegt derzeit knapp über 81.000 Dollar. Sollte Bitcoin diesen Punkt überwinden und darüber bleiben, könnte dies den Beginn eines neuen Bullenmarktes markieren.
Gelingt dasselbe beim 50-Wochen exponentiellen gleitenden Durchschnitt um 85.200 Dollar, dann verschwindet die Gefahr neuer Tiefststände fast vollständig. Aber soweit ist es noch lange nicht.

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