In den letzten Wochen hat sich die Situation für Bitcoin (BTC) etwas verbessert, doch es herrscht weiterhin Unsicherheit, ob wir bereits den Tiefpunkt der Korrektur erreicht haben. Das Analyseunternehmen K33 sieht jedoch klare Anzeichen dafür, dass der aktuelle Monat ein Wendepunkt sein könnte.
Analyst Vetle Lunde erklärt, dass der Markt so verängstigt ist, dass der aktuelle Kurs mehr Angst als Realität widerspiegelt. Laut K33 bietet dies gerade Chancen.
K33 glaubt nicht an einen neuen Crash
Der Bitcoin-Kurs hat die tiefste Korrektur seit dem Bärenmarkt 2022 hinter sich. In fast sieben Wochen ist er um 36 Prozent gesunken. Der vorherige starke Rückgang, ausgelöst durch den Handelskrieg von Donald Trump, betrug über 33 Prozent.
Diesmal sind es vor allem massenhafte Verkäufe. Einerseits von langjährigen Anlegern, die ihre Gewinne realisiert haben, andererseits von Investoren, die an die vierjährigen Zyklen glauben. Der Zeitpunkt des Rekords, der am 6. Oktober erreicht wurde, passt erschreckend gut zu den Höchstständen früherer Bullenmärkte. Sollte sich die Geschichte wiederholen, könnten die dunklen Wolken erst in einem Jahr verschwinden.
Das führt zu viel Angst auf dem Markt, weshalb viele ihre Investitionen abziehen. K33 hält diese Reaktion für überzogen:
„Die Chance auf eine signifikante Aufwärtsbewegung ist viel größer als die Wiederholung eines 80%-Crashs“, schreibt das Unternehmen in seinem Dezember-Ausblick. Im letzten Bärenmarkt verlor Bitcoin 77 Prozent seines Wertes, und in früheren Phasen war es sogar noch mehr.
Überreaktion auf Schreckensszenarien
Laut dem Unternehmen gibt es eine starke Verteidigungslinie zwischen 70.000 und 80.000 Dollar. Der Markt zeigt sich dabei auffallend ruhig: Der gehebelte Handel in Perpetuals ist niedrig, die Zahl der erzwungenen Liquidationen minimal und die Futures-Positionen wirken eher vorsichtig als überhitzt. Dies deutet laut K33 nicht auf einen zusammenbrechenden Markt hin, sondern auf einen Markt, der bereits stark beansprucht wurde.
Die dramatischen Szenarien, die kursieren, wie Quantencomputing, potenzielle Verkäufe durch Strategy (den größten börsennotierten Bitcoin-Inhaber) oder Instabilität bei Tether (dem Herausgeber von USDT, der weltweit größten Stablecoin), erscheinen K33 zufolge als Lärm.
Diese Risiken sind weit entfernt, technisch kompliziert und beeinflussen nicht die kurzfristige Preisbildung. Der aktuelle Kurs spiegelt eher die Angst der Anleger wider als den tatsächlichen Zustand von Bitcoin.
K33 betont, dass der Fokus auf Entwicklungen liegen sollte, die tatsächlich greifbar sind. In den USA bewegt sich die Politik langsam in Richtung Krypto, zum Beispiel mit potenziellem Zugang über 401(k)-Rentenpläne. Die Zentralbank zeigt zunehmend weniger Feindseligkeit gegenüber digitalen Vermögenswerten und plant mit einem neuen Vorsitzenden im nächsten Jahr, die Wirtschaft kräftig anzukurbeln.
In Kombination mit einem momentan extrem pessimistischen Markt bildet dies laut K33 die Grundlage für eine Erholung.
Auch Coinbase erwartet eine Wende im Dezember
Nicht nur K33 zielt auf eine Trendwende ab. Kürzlich äußerte Coinbase ebenfalls die Erwartung einer sogenannten Santa-Rallye. Die Kryptobörse beobachtet, dass die weltweite Liquidität wieder zunimmt und Investoren außergewöhnlich viel Bargeld an der Seitenlinie halten, bereit, in regulierte Bitcoin-Produkte zurückzufließen, sobald sich die Stimmung ändert.
Hinzu kommt die Zinssitzung am 10. Dezember, bei der fast alle von einer weiteren Senkung ausgehen. Das könnte Bitcoin zusätzlichen Auftrieb geben, wobei der Ton von Vorsitzendem Jerome Powell die große Unbekannte bleibt.
Seine Worte könnten erneut Stress in den Markt bringen. Aber wenn er bereit scheint, weiter zu lockern, könnte dies die Stimmung der Investoren positiv beeinflussen.
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