JPMorgan Chase, eine der größten Banken der Welt, wird seinen Kunden bald die Möglichkeit bieten, Bitcoin zu kaufen. Das bestätigte CEO Jamie Dimon während des jährlichen Investor Day der Bank am Montag. Damit scheint die Bank eine auffällige Kursänderung in ihrem Umgang mit Kryptowährungen vorzunehmen.
Kunden dürfen kaufen, aber kein Custody über JPMorgan
„Wir werden euch erlauben, es zu kaufen,“ erklärte Dimon gegenüber den Aktionären. Er betonte jedoch, dass JPMorgan keine Pläne hat, Bitcoin im Namen von Kunden zu verwahren. Das bedeutet, dass Kunden die Kryptowährung zwar erwerben können, sie jedoch anderswo aufbewahren müssen.
Dimon bleibt selbst kritisch: ‚Noch immer kein Fan von Bitcoin‘
Trotz dieser Öffnung gegenüber Bitcoin wiederholte Dimon seine persönliche Abneigung gegenüber der digitalen Währung. In seiner Abschlusserklärung ließ er wissen, noch immer „kein Fan“ zu sein, unter anderem wegen der Rolle, die Bitcoin seiner Meinung nach in illegalen Aktivitäten wie Menschenhandel und Geldwäsche spielt.
Kritik an der Blockchain-Hype, trotz eigener Innovationen
Dimon distanzierte sich auch von der Hype um die Blockchain-Technologie. Laut ihm wird die Bedeutung von Blockchain übertrieben. „Wir sprechen schon 12 bis 15 Jahre über Blockchain,“ sagte Dimon. „Wir geben zu viel dafür aus. Es ist nicht so wichtig, wie ihr denkt.“
Dennoch bleibt JPMorgan in der Branche aktiv. So führte die Bank kürzlich eine Testtransaktion auf ihrer eigenen Blockchain-Plattform Kinexys durch, bei der erstmals eine öffentliche Blockchain verwendet wurde. Dabei wurden tokenisierte US-Staatsanleihen auf dem Testnet von Ondo Chain abgerechnet.
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