In unsicheren Zeiten suchen Investoren Halt. Seit Jahren wird Bitcoin (BTC) als die digitale Alternative zu Gold vorgestellt. Dieses Versprechen muss jedoch immer noch eingelöst werden. Trotz erheblicher Fortschritte im Bereich der Adoption stellt der Bankgigant JPMorgan fest, dass wir noch nicht am Ziel sind.
Gold glänzt
Aus einem kürzlichen Bericht der Bank geht hervor, dass diese vertraute Sicherheit immer noch in einem alten Bekannten gefunden wird: Gold. Während BTC oft als das digitale Edelmetall präsentiert wird, zeigt die Praxis, dass Gold immer noch die bevorzugte Wahl als sicherer Hafen ist.
Dass Investoren auf Gold zurückgreifen, hat alles mit den aktuellen geopolitischen Spannungen, aggressiven Importzöllen und der Angst vor einer Rezession zu tun. Anstatt in risikoreichere Vermögenswerte wie Krypto zu investieren, kehren viele zum bewährten Pfad der Edelmetalle zurück.
Seit der gestiegenen Marktvolatilität, die daraus resultiert, fließt spürbar mehr Kapital in Richtung Gold als zu seinem digitalen Äquivalent. Laut Analysten von JPMorgan bevorzugen institutionelle Investoren dabei vor allem Gold Exchange Traded Funds (ETF’s) und Futures als sichere Investition. Kryptowährungen passen derzeit einfach nicht in dieses Bild.
All-time high
Das Interesse zeigt sich auch deutlich im Kursverlauf. Der Goldpreis erreichte diese Woche zum wiederholten Mal in kurzer Zeit ein neues Rekordhoch, und zwar von sage und schreibe $3.660 pro Unze (ungefähr 28 Gramm).
Bitcoin hingegen hat einen großen Schritt zurück gemacht: Der Kurs liegt mittlerweile mehr als 22% unter seinem All-time high (ATH) von Januar. Derzeit pendelt BTC um die $84.000, mit einer eher flachen, seitwärts gerichteten Bewegung. Noch immer ein starker Preis, aber er erreicht nicht die Erwartungen von Investoren, die auf eine digitale Zuflucht in turbulenten Zeiten gehofft hatten.
Obwohl Bitcoin in den letzten Jahren immer öfter als ‘digitales Gold’ bezeichnet wurde, bleibt das physische Edelmetall immer noch der Gewinner auf diesem Gebiet. Aber Bitcoin existiert natürlich erst seit kurzem, vor allem im Vergleich zum jahrhundertealten Gold.
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