Edelmetalle haben ein starkes Jahr hinter sich, aber laut dem Ökonom Jim Rickards ist dies erst der Anfang. Er prognostiziert, dass Gold und Silber bis weit in das Jahr 2026 steigen werden, mit historisch hohen Kurszielen. Was liegt seiner Meinung nach diesen extremen Vorhersagen zugrunde?
Edelmetallmarkt könnte 2026 explodieren
Rickards erwartet, dass die Preise für Gold und Silber in den kommenden Jahren stark ansteigen werden. In einem kürzlich geführten Interview sagte er: „Es würde mich überhaupt nicht überraschen, wenn Gold Ende 2026 bei 10.000 Dollar steht. Silber wird folgen und die 200 Dollar pro Unze erreichen.“
Diese Äußerung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Edelmetalle bereits stark performen. Der Goldpreis liegt derzeit bei rund 4.479 Dollar pro Unze und erreichte am 24. Dezember sogar ein Rekordhoch von 4.520 Dollar. Seit Jahresbeginn ist der Goldpreis um etwa 71 Prozent gestiegen.
Auch Silber hat kürzlich seinen bisherigen Höchststand übertroffen. Am vergangenen Mittwoch erreichte der Preis fast 73 Dollar, was einem Anstieg von etwa 147 Prozent seit Januar entspricht.
Wenn Gold tatsächlich auf 10.000 Dollar steigt, bedeutet das einen weiteren Anstieg von etwa 123 Prozent. Für Silber würde ein Kurs von 200 Dollar einen zusätzlichen Anstieg von rund 182 Prozent bedeuten.
Zentralbanken und Geopolitik treiben die Nachfrage
Laut Rickards wird diese Rally bei Edelmetallen durch strukturelle Nachfrage und geopolitische Unsicherheiten angetrieben. Zentralbanken weltweit kaufen massiv Gold, während das Angebot begrenzt bleibt. China allein soll etwa 254 Tonnen gekauft haben. Gleichzeitig sinkt das Vertrauen in Staatsanleihen und den US-Dollar.
Ein Wendepunkt war laut Rickards das Einfrieren russischer Reserven durch westliche Länder. „Wenn man Saudi-Arabien oder Japan ist und viele amerikanische Anleihen besitzt, überlegt man es sich zweimal.“ Er hebt hervor, dass Gold ein physisches Gut ist, das nicht einfach beschlagnahmt werden kann.
Auch große institutionelle Investoren, wie Pensions- und Staatsfonds, wenden sich vermehrt Gold als sicheren Hafen zu. Dieser Zustrom verstärkt den Aufwärtsdruck auf den Preis.
Silber profitiert ebenfalls, obwohl Rickards es vor allem als „Trittbrettfahrer von Gold“ bezeichnet. Er weist auf ein Missverhältnis hin: Es gibt schätzungsweise hundertmal mehr Papier- als physisches Silber. Wenn physische Lieferung gefordert wird, könnten die Preise daher explosionsartig steigen.
Was bedeutet das für Bitcoin?
Die Goldrally unterstreicht, dass das Edelmetall nach wie vor als strategische Reserve und sicherer Hafen angesehen wird. Bitcoin (BTC), oft als digitale Alternative positioniert, bleibt bislang zurück. Der Kurs liegt derzeit etwa dreißig Prozent unter dem Höchststand im Oktober.
Doch laut Analyst Crypto Aman muss das nicht so bleiben. Er weist darauf hin, dass Krypto in der Vergangenheit oft mit einer gewissen Verzögerung der gleichen Richtung wie Gold folgte.
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