Der Bitcoin-Kurs bewegt sich seit Wochen seitwärts zwischen 100.000 und 110.000 Dollar. Dennoch deuten On-Chain-Daten von CryptoQuant darauf hin, dass ein struktureller Boden gebildet sein könnte. Vor allem das Verhalten von Langzeitinvestoren und institutionellen Käufern nährt die Hoffnung auf einen neuen Aufwärtstrend.
Verkaufsdruck ohne Wirkung
Das Verhältnis zwischen eingehenden und ausgehenden Münzen bei Kryptobörsen ist auf 0,9 gefallen. Dieses Niveau wurde zuletzt Ende 2022 erreicht, kurz bevor Bitcoin eine monatelange Rallye begann. Ein Verhältnis unter 1 deutet darauf hin, dass Investoren ihre Bitcoin von der Börse abziehen, oft mit dem Ziel, sie länger zu halten.

Trotz anhaltendem Verkaufsdruck auf der Derivateplattform von Binance, hält Bitcoin stand. Laut dem kumulativen Volumen-Delta, einem Maßstab für Kauf- und Verkaufsaktivität, dominieren Verkäufer den Markt. Dennoch fiel der Kurs im letzten Monat kaum, was laut Analysten bedeutet, dass es stille Käufer gibt.

Bemerkenswert ist auch, dass mehr als 19.000 Bitcoin, mit einem Gesamtwert von über 2 Milliarden Dollar, kürzlich von langfristig inaktiven Wallets zu institutionellen Adressen verschoben wurden. Die Münzen lagen zwischen drei und sieben Jahren still. Solche Transaktionen werden in der Regel nicht impulsiv durchgeführt und können auf strategische Käufe durch große Parteien hinweisen.
Vorsichtiger Optimismus bei Analysten
Die Kombination aus Kursstabilität, strukturellem Aufkauf und institutionellen Bewegungen nährt die Hypothese, dass 100.000 Dollar eine neue Untergrenze für den Bitcoin-Kurs ist. Laut Analysten könnte dies der Ausgangspunkt für eine neue Steigerungsphase in der zweiten Hälfte dieses Jahres sein, vorausgesetzt, es folgt kein unerwarteter makroökonomischer Gegenwind.
Obwohl die Volatilität kurzfristig unvorhersehbar ist, scheint sich die Stimmung bei Langzeitinvestoren in Richtung vorsichtigem Optimismus zu wenden. Jetzt müssen wir nur hoffen, dass Trump den Markt nicht mehr überraschen wird.
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