Iranische Schiffe scheinen einen neuen Weg gefunden zu haben, um die US-Blockade in der Straße von Hormus zu umgehen. Am Donnerstag fuhren mindestens zwei von den USA sanktionierte, mit Iran verbundene Schiffe über einen Umweg entlang der Vereinigten Arabischen Emirate in den Persischen Golf ein.
Zwei Schiffe wählten ungewöhnliche Route
Das LPG-Schiff G Summer fuhr am Mittwochnachmittag zwischen den iranischen Inseln Larak und Qeshm in den Persischen Golf ein. Das Schiff war leer und meldete chinesische Eigentümer und Besatzung. Zielhafen: der irakische Hafen Khor Al Zubair.
Kurz darauf nahm der Supertanker Hong Lu dieselbe Route. Wie G Summer steht auch dieses Schiff auf der US-Sanktionsliste aufgrund von Verbindungen zu Iran. Der Tanker, der bis zu 2 Millionen Barrel Rohöl transportieren kann, war leer und entschied sich ebenfalls für einen ungewöhnlichen Weg.
Beide Schiffe lagen Anfang der Woche vor Fujairah in den VAE vor Anker. Von dort aus fuhren sie nordöstlich über den Golf von Oman zur iranischen Küste, um anschließend nordwärts durch Hormus zu navigieren. Eine auffallend lange und umständliche Route, die für die kommerzielle Schifffahrt untypisch ist.
Durchfahrt stark zurückgegangen
Seit Beginn der Blockade ist die Schifffahrt durch Hormus dramatisch eingebrochen. Am Dienstag passierten elf Handelsschiffe die Meerenge. Am Wochenende vor der Blockade waren es durchschnittlich sechzehn pro Tag. Vor dem Krieg waren es im Schnitt 135 Schiffe täglich.
Noch wichtiger: Es sind keine beladenen iranischen Öltanker aus der Region gefahren. Das setzt den Kriegszeit-Exportstrom von etwa 1,7 Millionen Barrel pro Tag unter Druck. Es könnte auf Zurückhaltung hindeuten, um eine Konfrontation mit der US-Marine zu vermeiden, oder auf eine erfolgreiche Durchsetzung der Blockade.
Iran behauptet Durchbruch, USA widersprechen
Das US Central Command berichtete am Mittwoch, dass kein einziges Schiff die Blockade durchbrochen habe. Neun Schiffe seien nach Iran zurückgeschickt worden. Iran hingegen behauptete, ein eigener Supertanker habe die Blockade überwunden. Möglicherweise handelte es sich um die Alicia, ein leeres sanktioniertes Schiff, das am Mittwoch bei Larak einlief, nur wenige Stunden vor der Hong Lu.
Die Versionen gehen auseinander und sind schwer unabhängig zu überprüfen. Elektronische Störungen und das Abschalten von Transpondern erschweren es, alle Bewegungen zu verfolgen. Viele Schiffe in der sogenannten Schattenflotte operieren gezielt unsichtbar.
Düsteres Signal für Nvidia – oder halb so wild?
Ist das der Hinweis auf das Ende des KI-Bullenmarkts und einen schweren Einbruch bei Nvidia? Oder ist die Lage weniger dramatisch? Das solltest du wissen.
Heute um 14.30 Uhr: Wichtige Inflationsdaten für S&P 500 und Nasdaq
Die Wall-Street-Futures notieren vor den wichtigen Inflationsdaten leicht im Plus, während koreanische Chipwerte deutlich zulegen.
CoreWeave-Aktie legt nach starken Quartalszahlen um 15 Prozent zu
CoreWeave gewinnt nach starken Quartalszahlen 15 Prozent. Der Umsatz verdoppelt sich, die Prognosen steigen und der Auftragsbestand erreicht 104 Milliarden Dollar.
Meist gelesen
Ehemaliger ASML-Forscher bringt China bei entscheidender EUV-Lichtquelle voran
China kommt eigenen EUV-Chipmaschinen dank eines früheren ASML-Wissenschaftlers näher – doch ASML bleibt vorerst vorn.
Kryptomarkt prognostiziert XRP-Kurs für den 31. August
Polymarket-Händler rechnen damit, dass XRP den August unter 1,20 Dollar beendet – trotz positiver Entwicklungen rund um den XRP Ledger.
So viel XRP braucht man für einen Platz unter den größten Haltern
Die aktualisierte XRP Rich List zeigt, wie die Coins verteilt sind und wie viel XRP die größten Konten derzeit halten.
