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Iran und die Vereinigten Staaten haben in Genf einen „ersten Schritt“ in Richtung eines möglichen neuen Atomabkommens unternommen. Beide Länder sprechen von konstruktiven Gesprächen und arbeiten an weiteren Schritten. Dies scheint vor allem geopolitische Nachrichten zu sein, aber auch die Finanzmärkte beobachten die Entwicklung aufmerksam. Dies gilt nicht zuletzt für Bitcoin (BTC).
In Genf sprachen Vertreter des Iran und der Vereinigten Staaten gestern zum zweiten Mal über das Atomprogramm des Iran.
Laut dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi besteht nun Einigkeit über einige Grundprinzipien. Damit liegt zum ersten Mal seit langer Zeit ein Entwurf zu einem möglichen Abkommen auf dem Tisch.
Araghchi bezeichnete die Gespräche als konstruktiver als die vorherige Sitzung vor zwei Wochen. Die Amerikaner bestätigen zwar, dass Fortschritte erzielt wurden, betonen jedoch gleichzeitig, dass noch viel Arbeit nötig sei.
Der Kern des Konflikts dreht sich um die Frage, ob der Iran unter dem Deckmantel der zivilen Kernenergie an einer Atomwaffe arbeitet. Die Vereinigten Staaten und ihr Verbündeter Israel gehen von einer solchen Absicht aus. Im Juni führten sie noch Luftangriffe auf mutmaßliche Nuklearanlagen im Iran durch. Teheran bezeichnet diese Angriffe als Verstoß gegen das Völkerrecht.
Beide Seiten arbeiten nun an Entwürfen, die in den kommenden Wochen ausgetauscht werden sollen. Iran wird innerhalb von zwei Wochen Vorschläge vorlegen, um verbleibende Meinungsverschiedenheiten zu überbrücken. Damit kommt Bewegung in den Prozess, der jahrelang festgefahren schien.
Iran behauptet, dass die Position der USA realistischer geworden sei. Die Vereinigten Staaten seien nun bereit, das Recht des Iran auf die friedliche Nutzung der Kernenergie, einschließlich der Anreicherung von Uran, anzuerkennen. Sollte diese Haltung bestehen bleiben, wäre dies ein bedeutendes Zugeständnis.
Dennoch sind nicht alle Hindernisse aus dem Weg geräumt. Der amerikanische Vizepräsident JD Vance betonte, dass Iran weiterhin ablehnt, die „roten Linien“ von Donald Trump anzuerkennen. „Trump will eine Lösung, bei der Iran keine Atomwaffen in die Hände bekommt“, sagte Vance zu Fox News. „Notfalls mit Gewalt, falls die Diplomatie scheitert.“
Die Spannungen zwischen Iran und den USA belasten seit Wochen die Finanzmärkte. Politische Unsicherheit macht Anleger nervös, da sie befürchten, dass der Konflikt weiter eskaliert. Bei steigenden Spannungen sinkt meist der Wert risikoreicher Anlagen, wie Tech-Aktien und Bitcoin.
Erst gestern wurde diese Unberechenbarkeit erneut deutlich. Während der Verhandlungen sperrte Iran vorübergehend Teile der Straße von Hormus aufgrund militärischer Übungen. Dies ist eine der wichtigsten Öltransportrouten der Welt und entscheidend für die globale Energieversorgung. Die Maßnahme schürte die Spannungen weiter und ließ den Ölpreis sofort steigen.
Wenn jedoch diplomatische Fortschritte erzielt werden, wächst das Vertrauen an den Märkten. Investoren wagen dann wieder, Risiken einzugehen, was sich unter anderem positiv auf Aktien und Kryptowährungen auswirkt.
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