Intel hat die Wall Street aufgemischt. Das Chipunternehmen schoss bei der Börseneröffnung um über 25 Prozent in die Höhe, nachdem die Quartalszahlen gestern Abend alle Erwartungen übertroffen hatten. Besonders die Datacenter-Sparte legte kräftig zu, angetrieben von der steigenden Nachfrage nach KI-Chips.
Zahlen übertreffen Analystenprognosen
Der Umsatz von Intel belief sich im ersten Quartal auf 13,6 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Wall Street hatte lediglich mit 12,36 Milliarden Dollar gerechnet.
Noch auffälliger war der Gewinn pro Aktie. Dieser lag bei 0,29 Dollar, während Analysten im Durchschnitt nur mit 0,01 Dollar gerechnet hatten. Fast dreißig Mal so viel.
Es ist bereits das sechste Quartal in Folge, in dem Intel die eigenen Erwartungen übertrifft. CEO Lip-Bu Tan sprach von einem „bewussten Neustart“, der nun Früchte trägt. Für das laufende Quartal peilt das Unternehmen einen Umsatz zwischen 13,8 und 14,8 Milliarden Dollar an, deutlich über der Konsensprognose von 13,03 Milliarden.
Die Zahlen wurden nach Börsenschluss veröffentlicht, aber in der Nachbörse und heute in der Vorbörse brach ein regelrechtes Kursfeuerwerk aus. Der Aktienkurs erreichte sogar ein neues Rekordhoch von etwas über 85 Dollar pro Aktie.

Seit die US-Regierung im August 2025 eine 10-prozentige Beteiligung an Intel erwarb, um das Unternehmen im Chipkrieg mit China zu stützen, ist der Kurs bereits um 170 Prozent gestiegen.
KI-Agents treiben Nachfrage an
Der große Wachstumsmotor ist das Datacenter. Diese Sparte erzielte einen Umsatz von 5,1 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von 22 Prozent im Jahresvergleich entspricht und deutlich über den erwarteten 4,41 Milliarden liegt.
Intel verpasste zunächst die KI-Revolution, da es keine Chips hatte, die komplexe KI-Modelle bewältigen konnten. Doch nun findet das Unternehmen auf Umwegen den Einstieg.
KI-Agents, intelligente Bots, die eigenständig Aufgaben wie das Durchsuchen von Websites oder das Extrahieren von Daten aus Tabellen erledigen, basieren jedoch auf klassischen Prozessoren (CPUs). Und diese produziert Intel weiterhin in Spitzenqualität.
„Dieser Wandel erhöht den Bedarf an Intels CPUs und Wafern erheblich“, sagte Tan. Die Nachfrage übersteigt nach wie vor das Angebot, wie das Unternehmen einräumte.
Auch die PC-Sparte zeigte starke Ergebnisse. Mit einem Umsatz von 7,7 Milliarden Dollar lag sie über den erwarteten 7,1 Milliarden, trotz eines weltweiten Speichermangels, der den PC-Markt belastet.
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