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Während der Bitcoin-Kurs in den vergangenen Monaten im Vergleich zu traditionellen sicheren Häfen wie Gold und Silber deutlich zurückblieb, sehen viele institutionelle Investoren dennoch Chancen. Aus einer neuen Untersuchung von Coinbase geht hervor, dass etwa 70 Prozent der institutionellen Investoren Bitcoin derzeit als unterbewertet einschätzen.

Die Erkenntnisse stammen aus dem Bericht „Charting Crypto Q1 2026“ von Coinbase, der auf einer Umfrage unter 75 institutionellen und 73 unabhängigen Investoren basiert. Die Befragten gaben ihre Einschätzungen in einer Phase ab, in der sich der Bitcoin-Kurs größtenteils zwischen 85.000 und 95.000 Dollar bewegte.
Aktuell notiert Bitcoin bei etwa 87.000 Dollar und liegt damit mehr als 30 Prozent unter dem Höchststand von über 126.000 Dollar, der im Oktober erreicht wurde. Dieser Rückgang folgte auf eine heftige Marktkorrektur, bei der an einem einzigen Tag mehr als 19 Milliarden Dollar an gehebelten Positionen liquidiert wurden.
Seitdem verläuft die Erholung schleppend. Geopolitische Spannungen, neue Zollandrohungen aus den USA und Unsicherheiten über die Zinspolitik belasten die Stimmung.
Gleichzeitig legten Gold und Silber deutlich zu: Gold überschritt kürzlich sogar die Marke von 5.000 Dollar pro Unze, während sich Silber seit Oktober nahezu verdoppelt hat. Der S&P 500 konnte im selben Zeitraum nur um wenige Prozent zulegen.
Trotzdem sehen viele professionelle Investoren darin keinen Grund, Bitcoin aufzugeben. Im Gegenteil.
Laut der Untersuchung halten 71 Prozent der institutionellen Investoren Bitcoin auf dem aktuellen Preisniveau für unterbewertet. Weitere 25 Prozent bezeichnen den Kurs als „fair bewertet“. Lediglich eine kleine Minderheit von 4 Prozent spricht von einer Überbewertung.
Dieses Urteil deutet darauf hin, dass viele große Investoren die jüngste Schwäche nicht als fundamentales Problem sehen, sondern als eine Phase innerhalb eines breiteren Marktzyklus. Mehr als die Hälfte der Befragten gibt an, die aktuelle Marktlage als Akkumulationsphase oder sogar als Bärenmarkt zu betrachten, in dem Positionen aufgebaut werden.
Bemerkenswert ist, wie institutionelle Investoren auf weitere Kursrückgänge reagieren wollen. Etwa 80 Prozent geben an, Bitcoin halten oder sogar zukaufen zu wollen, falls der Markt um weitere 10 Prozent sinkt. Mehr als 60 Prozent haben seit Oktober ihre Bitcoin-Position entweder gehalten oder ausgebaut.

Dies deutet auf eine langfristige Perspektive hin, bei der vorübergehende Volatilität als Teil des Investitionsprozesses akzeptiert wird.
Coinbase sieht zudem mögliche makroökonomische Rückenwinde. Die US-Wirtschaft wächst stark, die Inflation bleibt relativ stabil und es wird erwartet, dass die Federal Reserve 2026 zwei Zinssenkungen vornimmt. Niedrigere Zinsen erhöhen in der Regel die Attraktivität risikoreicherer Anlagen, darunter Bitcoin.
Obwohl geopolitische Risiken kurzfristig für Unruhe sorgen könnten, zeigt diese Untersuchung, dass viele institutionelle Investoren den Lärm ignorieren. Für sie scheint Bitcoin weniger eine spekulative Modeerscheinung und immer mehr eine strategische Position innerhalb eines breiteren Portfolios zu sein.
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